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  • 09.09.2011 · 17:21

Vettel über Zukunft bei Ferrari: "Wer weiß?"

Sebastian Vettel lobt Fernando Alonso und will ein künftiges Ferrari-Engagement nicht ausschließen - Alonso hält im Gegenzug große Stücke auf den Red-Bull-Piloten

(Motorsport-Total.com/SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel schließt nicht aus, irgendwann doch einmal für Ferrari zu fahren - vielleicht sogar noch an der Seite von Fernando Alonso. "Für die Zeit, die wir vertraglich noch gebunden sind, sicher nicht. Ich glaube, im Moment sind wir beide glücklich in unseren Teams. Aber ich habe ja schon gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, irgendwann einmal in einem roten Auto zu sitzen, da also, wo Fernando jetzt schon drin sitzt", so Vettel im 'RTL'-Doppelinterview mit ihm und Alonso, das am Sonntag im Vorfeld des Großen Preises von Italien gesendet wird.

Sebastian Vettel, Fernando Alonso

Fahren Sebastian Vettel und Fernando Alonso künftig gemeinsam für Ferrari?

"Also wer weiß?", will sich Vettel, der seinen Vertrag bei Red Bull erst vor wenigen Monaten bis Ende 2014 verlängert hat, nicht festnageln lassen. "Eines Tages wäre es bestimmt toll, in einem Team mit so großer Historie wie etwa Mercedes oder Ferrari hier zu gewinnen", sagt er mit Blick auf Monza.

"2008 habe ich das im italienischen Torro Rosso ja schon mal ein bisschen erlebt, und es war fantastisch. Ich hoffe, ich habe noch viele Jahre in der Formel 1 vor mir, mal schauen, was da so passiert", gibt der 24-Jährige zu Protokoll.

Alonso hatte Vettel im Interview von einem Monza-Sieg im Ferrari vorgeschwärmt. "Einmal in deiner Karriere solltest du hier in Monza auch mal mit einem roten Auto gewinnen, denn das ist ein ganz besonderes Gefühl", so der Spanier, der bei der Scuderia noch länger unter Vertrag steht als Vettel bei Red Bull, nämlich bis Ende 2016.

Persönlich haben die beiden Weltmeister großen Respekt voreinander. "Ich kenne ihn schon länger als er mich", sagt Vettel über Alonso: "Ich bin noch Kart oder Juniorklassen gefahren, als ich die Formel 1 als Zuschauer erlebt habe. Und Fernando stieg auf zu einem Fahrer, der nicht nur schnell, sondern auch in der Lage ist, zu lernen und sich zu entwickeln. Heute ist er einer der härtesten Rivalen von mir, weil er so komplett ist. Dafür und auch als Mensch respektiere ich ihn sehr."

Im Gegenzug ist Alonso beeindruckt, "wenn jemand in so jungen Jahren nicht nur einmal Weltmeister wird, sondern im Begriff ist, das zu wiederholen". "Sebastian zeigt uns, wie schnell er ist und wie viel Talent er hat, dabei fehlerfrei zu fahren - und das bei all dem Druck in der Formel 1", lobt der zweimalige Weltmeister.

Durch seine Fähigkeiten "auch bei nassen und anderen schwierigen Verhältnissen" sei Vettel, so Alonso, "auch in Zukunft ein natürlicher WM-Kandidat und damit für die kommenden fünf Jahre ein besonders starker Konkurrent von mir."