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Vettel über den SF70-H: "Sieht stark aus und macht Spaß"

Im italienischen Fiorano drehten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen die ersten Runden im Ferrari SF70-H - Ihre Stimmen zur neuen roten Göttin

(Motorsport-Total.com) - Weniger pompös als manch anderes Team hat Ferrari an diesem Freitag sein neues Auto für die Formel-1-Saison 2017 vorgestellt. Die Scuderia verzichtete auf ein großes Launch-Event vor Medienvertretern, sondern stellte einige Bilder und Video des SF70-H, der seine ersten Runden auf Ferraris privater Rennstrecke in Fiorano drehte, ins Internet. Dort äußerten sich schließlich auch Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen zu ihrem neuen Arbeitsgerät.

Kimi Räikkönen

Neuer Ferrari in Aktion: Mit dem SF70-H will die Scuderia in der Formel 1 2017 punkten Zoom

"Man sieht, dass das Auto stark aussieht und es fühlt sich auch - zumindest was die ersten Runden versprechen - sehr gut an", schwärmt Vettel über den roten Boliden, dessen Name an das 70-jährige Bestehen des Rennstalls aus Maranello erinnern soll. Auf den ersten Ritt scheint sich der 29-Jährige mit dem Auto bereits wohl zu fühlen: "Alles hat gut funktioniert und Sinn gemacht - alles, was wir sehen, lesen und fühlen konnten."

Wie Vettel fuhr auch Teamkollege Räikkönen in Fiorano mit dem neuen Ferrari SF70-H, ließ sich aber - wie auch sonst - zu keinen Begeisterungsstürmen hinreißen: "Es waren nur ein paar Installationsrunden. Das Auto hat sich okay angefühlt", so der Finne nüchtern. Die eigentliche Arbeit beginne ohnehin erst mit dem Test in Barcelona, der am kommenden Montag (27. Februar) beginnt und sich über vier Tage erstreckt.

Vettel lobt SF70-H: "Plattform, auf der sich aufbauen lässt"

Vettel glaubt, mit dem SF70-H gut gerüstet zu sein: "Wir haben auf jeden Fall eine Plattform, auf der sich gut aufbauen lässt." Verantwortlich dafür zeichnet auch Mattia Binotto, der nach James Allisons Weggang 2016 vom Ferrari-Motorenchef zum Ferrari-Technikchef befördert wurde. "Jede Saison ist eine neue Herausforderung, diese Saison mit ihren weitreichenden Regeländerungen ganz besonders", weiß der Italiener.


Ferrari zeigt den SF70-H

"Es geht wie immer darum, nicht nur gut zu sein, sondern der Erste zu sein. Dafür muss man entwickeln - und dabei muss man genau wie auf der Strecke - schnell und anderen voraus sein", so Binotto weiter. Erster war Ferrari schon eine ganze Weile nicht mehr. In der Formel-1-Saison 2016 stand die Scuderia nicht einmal ganz oben auf dem Treppchen. Der letzte Fahrertitel liegt auch schon zehn Jahre zurück (Räikkönen 2007).

Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den SF70-H. Doch so großspurig wie im vergangenen Jahr geht Ferrari damit dieses Mal nicht an die Öffentlichkeit. Stattdessen wird Teamchef Maurizio Arrivabene sentimental: "Ein Blick auf das Auto erinnert mich an all die Anstrengungen und den Einsatz, die Professionalität und Leidenschaft von jedem Einzelnen bei Ferrari. Das Auto ist eine Mannschaftsleistung, darauf bin ich stolz."

Mit Prognosen oder gar Kampfansagen hält er sich vorerst zurück. Erst einmal müsse man die Tests in Barcelona abwarten und "dann werden wir in Australien sehen, wo wir stehen". Vettel nimmt dann bereits seine zehnte volle Formel-1-Saison in Angriff, es ist sein drittes Jahr bei Ferrari. Ob alle guten Dinge tatsächlich drei sind, wird sich zeigen müssen. "Aber das Auto scheint auf jeden Fall Spaß zu machen", freut sich der Deutsche.

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