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  • 13.10.2014 · 14:53

  • von Dominik Sharaf

Vettel hadert mit Motorenregel: "Komplett bescheuert"

Sein sich anbahnender Boxengassen-Start in Austin lässt den Red-Bull-Star fluchen - Taktischen Komponententausch in Sotschi verpasst

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel lässt sich so schnell nicht unterkriegen, hätte derzeit aber einige Gründe, frustriert zu sein: Bei Red Bull läuft es für den Heppenheimer überhaupt nicht rund, schließlich beklagte er zuletzt mit seinem aktuellen Dienstwagen andauernde Balanceprobleme und beim Russland-Grand-Prix zusätzlich eine verwachste Strategie. Teamkollege Daniel Ricciardo nutzt das regelmäßig - und dann plagt auch noch der Renault-Antriebsstrang, der immer wieder für eine negative Überraschung gut ist.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel wird in Austin viel Zeit haben, in der Box zu entspannen Zoom

In Austin beschert die Franzosen-Power Vettel einen Start aus der Boxengasse. Hintergrund: Red Bull muss beim Verbrennungsmotor anlässlich des US-Grand-Prix erstmals die sechste Version einer Antriebskomponente ziehen und eine Strafversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung hinnehmen. Remi Taffin bestätigt: "Wir haben das bei Sebastian in Austin geplant", so der Renault-Motorenchef. Unter diesen Umständen ist es laut Vettel selbst nicht sinnvoll, sich überhaupt zu qualifizieren.

Im Gespräch mit 'auto motor und sport' ärgert sich der Heppenheimer: "Die Regel ist natürlich komplett bescheuert. Da schalten die Leute den Fernseher ein und sehen einen Fahrer, der nur rumsteht und nichts zu tun hat Was soll denn das?", hadert Vettel und beweist Galgenhumor: "Habt ihr vielleicht ein paar Vorschläge, wie ich den Samstagnachmittag in Austin verbringen könnte?"

Noch ärgerlicher macht die Sache, dass Red Bull und Renault es verpassten, den Wechsel bereits am vergangenen Wochenende in Sotschi durchzuführen, wo der RB10 der Konkurrenz ohnehin unterlegen war. "Wir haben wegen des Zolls keine Komponenten eingeflogen, sonst hätten wir das gerne gemacht", verweist Taffin auf den Ärger mit den russischen Behörden, nennt aber auch strategische Überlegungen als Grund: "Wir haben nur danach entschieden, was wir unbedingt benötigten. Rückblickend war es vielleicht die falsche Entscheidung", meint der Franzose.

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