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Verstappen über harte Manöver gegen Hamilton: "Habe nichts zu beweisen"

Lewis Hamilton kann sich vorstellen, dass Max Verstappen so harte Manöver fährt, weil er etwas zu beweisen habe - Doch das dementiert dieser entschieden

(Motorsport-Total.com) - Kommt es zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton noch in dieser Saison zu einer Kollision? Diese "Sorge" hat zuletzt McLaren-Geschäftsführer Zak Brown geäußert, nachdem sich die beiden Titelkandidaten in den ersten vier Saisonrennen ziemlich nah gekommen waren. Auch am Start von Barcelona hatte Verstappen in Kurve 1 knallhart reingehalten, Hamilton jedoch zurückgezogen.

Lewis Hamilton, Max Verstappen

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"Ich habe alle Zwischenfälle bislang gut vermieden", sagt Hamilton, räumt aber ebenfalls die Möglichkeit ein, dass es in den verbleibenden 19 Rennen zu einer Kollision kommen könnte. "Ich hoffe es aber nicht", so der Weltmeister. "Das Gute ist, dass es zwischen uns eine gut ausbalancierte Menge an Respekt gibt."

Der Mercedes-Pilot hatte zuletzt betont, dass er einen Grand Prix als Marathon ansieht und daher in Kurve 1 nicht unbedingt alles riskiert. "Das werde ich auch so weitermachen und sicherstellen, dass wir uns nicht berühren", sagt er. Warum Kontrahent Max Verstappen hingegen knallhart reinhält, kann er nur schätzen: "Vielleicht denkt er, dass er etwas beweisen muss."

Das verneint der Red-Bull-Pilot jedoch vehement: "Ich habe nichts zu beweisen", stellt er klar und betont, dass es bei der Vermeidung von Kontakt auf beide Seiten ankommt: "In der Hinsicht waren wir gut, das stimmt", so Verstappen. "Wir fahren hart und haben beide Kontakt vermieden. Hoffentlich können wir das so beibehalten und auf der Strecke bleiben."


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Auf die Aussagen von Brown angesprochen, der eine Kollision nur für "eine Frage der Zeit" hält, meint er: "Ich weiß ehrlich nicht mehr, was ich zu solchen Dingen sagen soll. Wir versuchen niemals zu crashen, oder? Das soll einfach für ein paar interessante Schlagzeilen sorgen."

"Ich schätze, dass es ein paar mehr Leute lesen, wenn man sagt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, anstatt dass wir großartige Rennen hatten. Natürlich werden die Leute das eher anklicken", so der Niederländer.

Sebastian Vettel schließt sich der Meinung Verstappens an und betont, dass niemand einen anderen Fahrer mit Absicht rammen würde, weil das Risiko dabei viel zu groß sei. "Manchmal kann es aber ganz einfach schiefgehen, ohne dass man es möchte", sagt der Deutsche.

"Du möchtest an jemandem vorbei oder deine Position verteidigen und hast dann nicht viel Spielraum. Es braucht nicht viel, damit es schiefgeht", so der Aston-Martin-Pilot. Er sagt: "Bislang haben es beide ganz gut gemacht. Das zeigt ihre Klasse. Ich weiß nicht, warum ihr euch so freut, auf einen Unfall zu warten."

Laut Vettel sollte man sich eher freuen, dass beide so enges Racing zeigen würden, ohne zu kollidieren. "Das ist die Fähigkeit. Nicht zu crashen. Ich weiß, dass es für euch aufregender ist, wenn ein paar Teile fliegen, aber wir bekommen einen Schub, wenn wir am Limit sind und es hinbekommen."