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Verstappen kontert Wolff-Kommentar: "War wahrscheinlich noch sauer"

Max Verstappen äußert sich zu Toto Wolffs spöttischem Wikipedia-Kommentar über seinen jüngsten Formel-1-Rekord und erklärt, was er ihm selbst bedeutet

(Motorsport-Total.com) - "Das ist etwas für Wikipedia und liest sowieso niemand." So spöttisch hatte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff zum Rekord von Max Verstappen über zehn Rennsiege in Folge geäußert. Eine Bemerkung, die den zweifachen Formel-1-Weltmeister zwar nicht weiter störte, aber doch überraschte.

Titel-Bild zur News: Max Verstappen

Über die fiesen Kommentare der Gegner kann Max Verstappen nur lachen Zoom

"Ich bin deswegen nicht enttäuscht", sagt er am Rande des anstehenden Rennwochenendes in Singapur. "Sie hatten ein ziemlich beschissenes Rennen (in Monza; Anm. d. R.), also war er wahrscheinlich immer noch sauer über ihre Leistung."

"Ich weiß nicht, er klingt manchmal fast so, als wäre er ein Angestellter unseres Teams, aber zum Glück ist er das nicht!", kontert der Niederländer Wolff Kommentare.

"Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man sich auf sein eigenes Team konzentriert. Das ist es, was wir auch tun. Das haben wir schon in der Vergangenheit getan, als wir hinter ihnen lagen und sie dominiert haben." Trotzdem ist Verstappen der Meinung, dass etwas mehr Anerkennung durchaus angebracht wäre.

Verstappen: War für uns eine Inspiration

"Man sollte in der Lage sein, es zu schätzen, wenn ein Team wirklich gut ist. Das ist es, was wir in der Vergangenheit getan haben, denn es war auch eine Art Inspiration. Jemanden (wie Mercedes) so dominant zu sehen, war damals sehr beeindruckend."

"Wir wussten, dass wir einfach noch härter arbeiten und versuchen mussten, besser zu werden und dieses Niveau zu erreichen. Jetzt, wo wir dort sind, sind wir natürlich sehr glücklich und genießen den Moment." Die Rekorde, die er dabei bricht, seien für ihn aber nicht ausschlaggebend, betont der Red-Bull-Pilot.


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"Ich habe nie wirklich auf die Zahl acht, neun oder zehn geachtet. Ich will einfach immer mein Bestes geben", sagt er. "Natürlich ist der Druck, den man sich selbst auferlegt, um das beste Ergebnis zu erzielen, an jedem einzelnen Wochenende gleich hoch. Von dieser Seite aus ändert sich eigentlich nichts."

Horner: Verstappen sind Rekorde nicht egal

Red-Bull-Teamchef Christian Horner glaubt derweil, dass Verstappen "im Stillen sehr stolz" darauf sei. "Es ist etwas ganz Besonderes für ihn, etwas ganz Besonderes für das Team."

"Diesen Rekord aufzustellen, im selben Team mit einem anderen Fahrer, ist etwas, das sich wohl keiner von uns je hätte vorstellen können." 2013 hatte Sebastian Vettel mit Red Bull neun Rennen in Folge gewonnen, war also zehn Jahre der Rekordhalter.

Auf die Frage, ob Verstappen den Druck, der mit solchen Erfolgen eingeht, manchmal spüre, sagt Horner: "Natürlich, man wäre ja ein Roboter, wenn man das nicht merken würde. Gerade bei seinem Heim-Grand-Prix, wenn 100.000 niederländische Fans die Nationalhymne singen. Das war ein großer Moment für ihn."

"Es wird so viel von ihm erwartet. Aber er hat ein gutes Team um sich herum, und es muss eine große Erleichterung für ihn sein, wenn er am Abend die Rennstrecke verlässt in dem Wissen, sein Ziel erreicht zu haben", meint der Red-Bull-Teamchef.