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  • 26.09.2023 12:01

  • von Ludwig Degmayr, Co-Autor: Adam Cooper

Vasseur sieht keine McLaren-Wunderheilung: "Schon seit Spanien schnell"

Während Ferraris Teamchef Frederic Vasseur weitere Fortschritte in puncto Reifen erkennt, spielt er die plötzlich nach oben zeigende Formkurve von McLaren herunter

(Motorsport-Total.com) - Während bei McLaren noch beim Grand Prix von Spanien gar nichts ging, ist der Traditionsrennstall seit dem Heimrennen in Silverstone nicht mehr wieder zu erkennen und teilweise das zweitschnellste Team im Feld. Vor allem Lando Norris konnte mit mehreren Podien glänzen.

Titel-Bild zur News: Oscar Piastri, Charles Leclerc, Carlos Sainz

Ein McLaren, der vor beiden Ferraris liegt, war zu Saisonbeginn undenkbar Zoom

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur teilt diese Erzählung jedoch nicht und glaubt, dass McLaren schon weitaus früher Schritte nach vorne gemacht hat. So nennt der Franzose beispielsweise den dritten Startplatz von Norris in Spanien als Indiz. Der Circuit de Barcelona-Catalunya gilt als Allroundkurs und wichtigster Gradmesser für die Performance eines Boliden.

"Ich bin mir nicht sicher, ob wir die Saison genau gleich einschätzen", antwortet Vasseur auf die Frage nach der Pace des MCL60, fügt aber gleichwohl an: "Diese Art von Strecke passt wahrscheinlich besser zu ihrem Auto als zu unserem. Aber natürlich ist es nicht nur eine Frage des reinen Potenzials, sondern auch der Fahrbarkeit des Boliden."

Eine Entwicklung in die richtige Richtung setzt laut Vasseur auch Kräfte bei den Fahrern frei: "Jedes Mal, wenn man einen Schritt nach vorne macht, hilft man auch dem Fahrer, einen Schritt nach vorne zu machen. Da sprechen wir von einer Art Schneeballeffekt. Trotzdem ist es ein kleiner Schritt im Vergleich zu Red Bull!"

Doch auch bei Ferrari selbst geht es vorwärts. Das große Problem Reifenmanagement bekommt die Scuderia laut ihres Teamchefs immer besser in den Griff: "Ich denke, es ist ein Schritt nach vorne im Vergleich zum Saisonbeginn. Im Rennen war alles unter Kontrolle. Wenn wir die ersten paar Grands Prix ansehen, dann war der Reifenabbau nicht immer unsere größte Stärke, um es mal so zu sagen."

Trotzdem hadert Vasseur mit der Umsetzung des Themas Reifen in Suzuka: "Auf der anderen Seite waren wir vielleicht ein bisschen zu konservativ beim Reifenmanagement. Ich denke, dass es für alle in der Startaufstellung galt, dass wir mehr Angst hatten, als tatsächlich nötig war."

Keinerlei Tadel gibt es aber in puncto Strategie während des Rennens: "Die Strategie wurde gut umgesetzt. Wir haben uns gut geschlagen. Ein klarer Schritt nach vorne im Vergleich zum ersten Teil der Saison."

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