Vasseur: Ferrari kann nicht auf neues Personal warten, um besser zu werden
Zwar ärgert sich Frederic Vasseur über lange Sperrfristen, allerdings akzeptiert der Teamchef nicht, dass Ferrari auf neue Mitarbeiter warten muss, um besser zu werden
(Motorsport-Total.com) - Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur wird "niemals akzeptieren", dass die Scuderia auf Neuverpflichtungen warten muss, um seine Formel-1-Performance zu verbessern. Das Thema war in den vergangenen Monaten aufgekommen, als der Franzose zugeben musste, dass Ferrari durch Sperrfristen lange auf neue Top-Mitarbeiter warten muss.
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Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat bei der Scuderia viel Arbeit Zoom
Zuletzt hatte es eine hohe Fluktuation beim Team gegeben: Sportdirektor Laurent Mekies wird im kommenden Jahr neuer Teamchef bei AlphaTauri, und David Sanchez, der für das Fahrzeugkonzept verantwortlich war, wechselte zu McLaren.
Im Gegenzug hat Ferrari Mercedes-Performance-Direktor Loic Serra verpflichtet. Aufgrund der Vertragslaufzeit wird er jedoch erst 2025 offiziell zum Team stoßen.
Im Juni hatte Vasseur die "Trägheit" der Formel 1 beklagt und gemeint, dass Sperrfristen den Fortschritt des Teams behindern würden. "Irgendwie ist das auch ein bisschen frustrierend, weil man das Gefühl hat, dass man heute an der Zeit in zwei bis vier Jahren arbeitet", sagt er. "Aber wenn man nicht anfängt, wird man es nie schaffen."
Trotzdem lässt er das nicht als Ausrede gelten, dass Ferrari bis dahin warten muss, um wieder an die Spitze der Formel 1 zu gelangen: "Ich werde niemals akzeptieren, dass wir auf eine Verbesserung warten müssen, denn ich vertraue auch den Leuten, die wir im Team haben", stellt er klar.
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"Wir müssen uns verbessern, aber wir können mit dem, was wir heute haben, einen besseren Job machen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, das Beste aus dem zu machen, was wir haben. Das ist unsere nächste Herausforderung", so Vasseur. "Ich möchte kein Ziel aufschieben, denn das wäre die falsche Botschaft, die falsche Motivation".
Zudem weist Vasseur darauf hin, dass sich auch mit den neuen Mitarbeitern nichts am Ansatz des Teams ändern werde, weil es kein "vorher und nachher" gibt, wenn es um die Arbeitsmethodik geht.
Ferrari liegt zur Sommerpause der Formel-1-Saison 2023 nur auf dem vierten Platz der Konstrukteurs-WM - hinter Red Bull, Mercedes und Aston Martin. Auf Red Bull fehlen den Italienern bereits 312 Punkte.
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