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  • 30.06.2018 · 09:36

  • von Maria Reyer & Adam Cooper

Uneinigkeit bei Force India: Saisonziel weiterhin WM-Platz vier?

Während der stellvertretende Teamchef Robert Fernley WM-Rang vier bereits abschreibt, wollen Sport- und Technikdirektor noch nicht kampflos aufgeben

(Motorsport-Total.com) - 62:28 steht es derzeit im Mittelfeld-Duell zwischen Renault und Force India. Die Inder konnten in den vergangenen beiden Jahren ihre Stärke als "Best-of-the-Rest"-Team ausspielen, bekommen in dieser Saison allerdings starke Konkurrenz - vor allem aus Frankreich. Derzeit ist das Werksteam aus Enstone/Viry auf dem Vormarsch und läuft Sergio Perez und Esteban Ocon langsam den Rang ab. Doch bei den rosa Rennern ist man sich intern noch uneinig, ob der vierte Platz in der Konstrukteurs-WM noch erreichbar ist oder nicht.

Esteban Ocon, Nico Hülkenberg, Carlos Sainz

Force India kämpft mit Renault um WM-Rang vier Zoom

Nach der doppelten Nullnummer in Frankreich hat Force India wichtigen Boden auf die gelbe Konkurrenz verloren, Renault konnte hingegen mit beiden Fahrern punkten. Somit ist die Truppe aus Silverstone derzeit nur auf dem sechsten WM-Rang und damit auch noch hinter McLaren zu finden. Und auch von hinten droht Konkurrenz, denn das Haas-Team ist nur einen Punkt hinter den Rosaroten.

Deshalb hat die Teamführung rund um Robert Fernley am Frankreich-Grand-Prix bereits die Erwartungen gebremst und Platz fünf als neues Saisonziel ausgegeben: "Realistisch gesehen ist der Kampf nun um Platz fünf." Renault sei "sehr stark" und nur noch schwer einzuholen. Doch davon lassen sich weder Sergio Perez, noch Sport- und Technikdirektor unterkriegen. Sowohl Otmar Szafnauer als auch Andrew Green widersprechen Fernley am Rande des Österreich-Wochenendes.


Fotos: Force India, Grand Prix von Österreich


Auf die Frage, ob WM-Rang fünf nun das erklärte Ziel sei, meint Szafnauer knapp: "Nein, das ist nicht unsere Meinung. Das ist nicht die Meinung des technischen Personals. Das mag vielleicht die Meinung der Direktoren der Firma sein." Keine Spur von gedämpften Erwartungen. Auch für den Punkterückstand haben die beiden eine einfache Erklärung: "Sie sind weggezogen, da sie mehr Punkte geholt haben. Es sind noch viele Rennen übrig, wo wir sie definitiv einholen können."

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