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Unachtsam bei der Boxenausfahrt: Haas-Pilot Grosjean kassiert Strafe

Haas-Pilot Romain Grosjean wird auf den zehnten Platz zurückgereiht, weil er am Boxenausgang die weiße Linie missachtet - "Langweiliges Rennen"

(Motorsport-Total.com) - Romain Grosjean hat es trotz einer Strafe im Grand Prix von Monaco noch in die Top 10 geschafft. Der Franzose überfuhr bei der Boxenausfahrt die gelbe Linie, behaupten zumindest die Kommissare. Der Haas-Pilot sieht das "in der Theorie" anders. Die 5-Sekunden-Strafe hat ihn auf Rang zehn zurückgespült.

Romain Grosjean

Haas-Pilot Romain Grosjean überquert die gelbe Linie beim Rausfahren Zoom

"Ich denke, dass ich zumindest ein paar Millimeter noch auf der Linie war", lacht er nach dem Rennen über das Vergehen. Auf seinem Onboard-Video ist allerdings zu sehen: Als Grosjean in Runde 50 zurück auf die Strecke fuhr, kam er in der ersten Kurve ganz leicht über die Begrenzung.

In "der Theorie" genüge es laut Grosjean, mit dem Rad auf der Linie zu bleiben. "Aber heute anscheinend nicht für die Kommissare", fügt er hinzu. "Vielleicht denke ich morgen anders darüber." Konkret hat Grosjean gegen Anhang L des Internationalen Sportkodex verstoßen (Kapitel 4, Artikel 5).

Dort steht geschrieben: "Ausgenommen höherer Gewalt darf die Linie auf der Strecke am Boxengassenausgang [...] mit keinem Teil des Autos überfahren werden." Schließlich bekam Grosjean fünf Sekunden auf sein Ergebnis addiert.

Das wirft ihn auf Rang zehn zurück. Von Startplatz 13 aus habe er sich auch gar nicht mehr erwartet, gibt er im Nachhinein zu. "Das ist ein besseres Ergebnis, als wir erwartet haben. Das war ein gutes Rennen, wie haben eine alternative Strategie probiert."

Satte 50 Runden fuhr der Franzose auf dem weichen Reifen den ersten Stint, der längste auf dieser Reifenmischung. "Wir sind länger draußen geblieben, als wir erwartet hätten. Im zweiten Stint war ich schneller als der Toto Rosso und der McLaren, aber hier kann man nicht überholen."


Grand Prix von Monaco

Daher steckte er am Ende hinter Alexander Albon, Daniil Kwjat und Carlos Sainz fest. "Der Toro Rosso von Albon blieb ein wenig zu lang vor uns draußen. Als er endlich reinfuhr, waren meine Reifen schon abgenutzt." Das habe sein Rennen ein wenig beeinträchtigt.

Dennoch hält er fest: "Wir haben unser Bestes gegeben. Es ist schade, dass ich nicht vor Sainz gelandet bin, weil wir viel mehr Pace gehabt hätte. Er war sehr langsam. Dann bekam ich noch eine Strafe, das muss ich mir erst anschauen." Zu jenem Zeitpunkt habe er gerade in den Rückspiegel geschaut, um zu sehen, wo Sainz sich befindet.

Insgesamt sei sein Rennen aber "langweilig" gewesen. "Das Ergebnis gestern hat uns gute Punkte gekostet. Es ist aber immer noch ein Punkt."

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