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Türkei-GP in der Schwebe: Deshalb will Baku den Termin nicht tauschen

Für die Veranstalter in Aserbaidschan kommt ein Termintausch mit der Türkei nicht infrage - Schuld sind die Verpflichtungen des Landes im Rahmen der Fußball-EM

(Motorsport-Total.com) - Weil der Türkei-Grand-Prix am 13. Juni aufgrund neuer Einreiseregeln in Großbritannien auf der Kippe steht, sucht die Formel 1 nach Lösungen, etwa in der Verschiebung auf einen anderen Termin. Einen Tausch mit Aserbaidschan, wo die Formel 1 eine Woche zuvor gastiert, wird es wohl aber nicht geben.

Sergio Perez

Baku ist, was seinen Renntermin 2021 betrifft, wenig flexibel Zoom

Der Geschäftsführer des Baku City Circuit, Arif Rahimov, betont, dass ein Termintausch nicht machbar sei, da in Baku am folgenden Wochenende ein Spiel der UEFA-Europameisterschaft 2020 (Gruppe A: Wales - Schweiz) angesetzt ist.

"Es gab Gespräche, aber in unserem Fall ist das Rennwochenende wirklich fix", hält Rahimov fest. "Es wurde irgendwie zwischen all die anderen Veranstaltungen in der Stadt gequetscht, weil das Fußballturnier immer noch weitergeht. Das erste Spiel findet am 12. Juni statt, das ist der Samstag nach dem Rennwochenende."

Baku-Streckenchef: "In diesem Jahr wenig flexibel"

Vier weitere Spiele richtet die Stadt im Rahmen der Fußball-EM aus. "Es gibt also nicht viel, was wir tun können, denn wir sind in diesem Jahr nicht sehr flexibel."

"Ich schätze, wenn es irgendein anderes Jahr wäre, in dem die Formel 1 das einzige Großereignis im Kalender von Baku ist, dann ja, das hätte eine Option sein können. Aber nicht dieses Jahr", erklärt der Streckenchef weiter. Die Königsklasse muss für den Türkei-Grand-Prix also nach einer anderen Lösung umsehen.

Istanbul war Ende April als Ersatz für den abgesagten Grand Prix von Kanada in den Kalender für 2021 aufgenommen worden. Doch jüngst kamen Zweifel an dem Rennen auf, nachdem die Türkei auf die "rote Liste" für Reisen nach Großbritannien gesetzt wurde. Das heißt: Rückkehrer müssen in eine zehntägige Hotelquarantäne.


Fotostrecke: Die Veränderungen im Formel-1-Kalender der vergangenen 20 Jahre

Bei einem Tausch mit Aserbaidschan hätte das Formel-1-Personal aus Großbritannien vor der Rückkehr nach Hause genug Zeit außerhalb der Türkei verbringen können, sodass die zehntägige Quarantäne vermieden worden wäre.

Die Formel 1 prüft nun weitere Optionen für den Grand Prix der Türkei, darunter auch die Ausrichtung eines zusätzlichen Events bei einem der bestehenden europäischen Rennen. In der Champions League haben die britischen Quarantäne-Regeln beispielsweise zu einer Verlegung des Finales von Istanbul nach Porto geführt.

Aserbaidschan-GP nach Absage 2020 jetzt ohne Fans

Aserbaidschan kehrt in diesem Jahr in den Formel-1-Kalender zurück, nachdem das Rennen im Vorjahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Im März kündigte der Veranstalter an, das Rennen ohne Zuschauer durchzuführen.

Da die Veranstalter in Baku sonst eine Vielzahl von Fan-Events rund um das Rennen organisieren, seien diesmal nur 40 Prozent der üblichen Arbeit angefallen, sagt Rahimov. "Wir haben in den vergangenen Jahren so viele Dinge für sie gemacht, all die Unterhaltungsangebote entlang der Promenade", erinnert er sich.

"Wir haben Konzerte veranstaltet - normalerweise machen wir jedes Jahr drei Konzerte, nur für das Rennen. Wir machen Afterpartys und Boxengassen-Spaziergänge. Es gibt eine Menge Sachen, die wir für die Zuschauer machen, was dieses Jahr wegfällt."

"Das Einzige, was übrig bleibt, ist, sich um die Anforderungen während der Pandemie zu kümmern, sodass jeder sicher ist", betont Rahimov. "Dafür treffen wir die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, tragen Masken, achten auf Hygiene. Ich würde nicht sagen, dass es kompliziert ist. Es ist nur anders, leider zum Schlechteren."

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