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Trotz "Kurzarbeit" wertvoller Tag für Red Bull

Sebastian Vettel fährt am ersten Testtag in Jerez zwar nur drei Runden, aber trotzdem nimmt Red Bull einige Erkenntnisse aus dem verpatzten Auftakt mit

(Motorsport-Total.com) - Die Arbeit auf der Rennstrecke war für Sebastian Vettel beim Auftakt der Wintertests in Jerez schnell erledigt. Nachdem technische Probleme seinen neuen RB10 fast den gesamten Tag lang an der Box gehalten hatten, ging der Weltmeister erst 13 Minuten vor Ende des Testtages auf die Strecke, wo er gerade einmal drei Runden fahren konnte. Eine falsch herum eingebaute Feder an der Hinterradaufhängung hatte zuvor für eine erhebliche Verzögerung gesorgt.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel umrundete den Kurs von Jerez heute ganze drei Mal Zoom

"Die Installation dieser neuen Autos ist völlig anders als das, was wir in der Vergangenheit hatte. Die Arbeit an ihnen durchläuft eine steile Lernkurve", erklärt Andy Damerum, koordinierender Renningenieur den Fehler, der beim Zusammenbau des RB10 entstand. "Wir haben die meiste Zeit des Tages damit verbracht, ein Problem zu beheben, welches wir über Nacht entdeckt haben. Wir konnten es gerade noch rechtzeitig beheben, um ein paar Runden zu fahren, wobei Seb nach einem kurzen Schauer mit Intermediates auf die Strecke ging", so der Ingenieur.

Trotz dieses vorsichtig ausgedrückt suboptimalen Testauftakts ist man bei Red Bull nicht unzufrieden. "Das hört sich zwar nicht nach dem besten Auftakt an, aber selbst diese wenigen Runden haben uns eine Menge Daten geliefert, die wir uns nun ansehen können", so Damerum. "Es war also ein wertvoller, wenn auch schwieriger Tag."


Fotos: Red Bull, Testfahrten in Jerez


Trost fand Red Bull in der Tatsache, dass auch die anderen Teams alles andere als einen einwandfreien Testtat hatten. "Ich denke, es war in der gesamten Boxengasse so. Es ist für alle eine Art Entdeckungsreise. Wir brauchen ein wenig Zeit, um mit den Autos auf Tempo zu kommen", sagt Damerum. Insgesamt wurden heute in Jerez von allen Team nur 394 Kilometer gefahren.

Zum Vergleich: 2013 betrug die Distanz 2909 Kilometer, wobei heute nur acht Teams überhaupt auf die Strecke gingen, während vor einem Jahr alle elf aktiv waren. Mehr Aktivität erwartet auch Red Bull vom morgigen Tag. "Seb wird morgen wieder im Auto sitzen. Es ist Regen vorhergesagt, aber das wird keinen Einfluss auf das haben, was wir uns vorgenommen haben", so Damerum.

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