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  • 03.08.2014 · 08:03

  • von Dominik Sharaf

Träumen wie Vergne von Frankreich: "Geld haben die anderen"

Der Toro-Rosso-Pilot erkennt großes Potenzial für einen Formel-1-Grand-Prix in seinem Heimatland, kennt aber die Probleme der "Grande Nation"

(Motorsport-Total.com) - Jahrelang war ein Formel-1-Kalender ohne Station in Frankreich unvorstellbar. Seit 2009 allerdings fehlt die "Grande Nation" auf dem Reiseplan der Königsklasse. Immer wieder wurde von einem Comeback in Magny-Cours, einer Rückkehr nach Paul Ricard, einem neuen und bereits fertig geplanten Kurs im Nordwesten von Paris oder einem Motorsport-Spektakel in Disneyland gemunkelt - alles löste sich in Wohlgefallen auf, weil entweder die Politik nicht mitspielte oder das Kleingeld fehlte.

Jean-Eric Vergne

Ein Rennen zum Verlieben: Jean-Eric Vergne siehts durch die französische Brille Zoom

Jean-Eric Vergne wünscht sich, dass er sowie Romain Grosjean und Jules Bianchi neben Monaco wieder ein waschechtes Heimspiel erhalten: "Ich würde das liebend gerne erleben, das wäre großartig - schon wegen der französischen Fahrer in der Formel 1", meint der Toro-Rosso-Pilot im Gespräch mit 'GPUpdate.net'. Der Mann aus Pontoise ist sich sicher, dass die Fans an die Strecke pilgern würden: "Frankreich besitzt ein großes Motorsporterbe, da wäre jeder von einer Formel-1-Rückkehr begeistert."

Statt ins "Hexagon" geht es für die Königsklasse aber demnächst nach Aserbaidschan, nach Mexiko und vielleicht nach New Jersey. "Das ist nicht verrückt", kommentiert Vergne. "Wir wissen, dass diese Länder für die Formel 1 eine Menge Geld auf den Tisch legen. Frankreich ist nicht mehr so reich wie früher, die Politik ist eine andere." Präferenzen, auf welcher Strecke ein möglicher Grand Prix steigen soll, hat Vergne nicht. Er glaubt an eine Euphoriewelle im Falle eines Comebacks: "Das Potenzial ist da."