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  • 02.11.2008 · 21:46

  • von Marco Helgert

Toyota mit Risiko und entscheidender Rolle

Als fast das gesamte Feld kurz vor dem Ende noch auf Intermediate-Reifen wechselte, blieben Timo Glock und Jarno Trulli draußen

(Motorsport-Total.com) - Toyota zeigte auch im Rennen in São Paulo eine äußerst starke Vorstellung. Zwar konnte Jarno Trulli seine gute Position aus dem Qualifying nicht halten, spätestens nach seinem Dreher war er aus der Spitzengruppe raus. Eine entscheidende Rolle spielte man dennoch: Sowohl Trulli als auch Timo Glock blieben bis zum Ende auf Trockenreifen.

Timo Glock

Timo Glock riskierte am Ende viel und verlor noch zwei Plätze - mit Folgen

Glock lag bis zur letzten Kurve auf Rang vier - musste auf der rutschigen Bahn aber zwei Kontrahenten durchlassen. Darunter war auch Lewis Hamilton, der bis dahin nur Sechster war und somit nicht Weltmeister. Somit ging der nötige fünfte Rang an den Engländer, der sich den Titel schnappte. Glock wurde Sechster. Trulli kämpfte sich auf Rang acht durch.#w1#

"Am Ende des Rennens war ich auf Trockenreifen, als es stark regnete. Auf der letzten Runde war es unmöglich", so Glock. "Ich habe gekämpft, aber es war schwierig, das Auto nur auf der Strecke zu halten. So habe ich am Ende der Runde noch Plätze verloren. Aber in die Top-6 zu kommen ist ordentlich, denn ich hatte zu Beginn des Wochenendes Probleme. Dennoch standen wir vor einem vierten Rang, daher bin ich etwas enttäuscht."

Das Saisonfazit fiel jedoch nicht schlecht aus. "Das war meine erste Saison mit Toyota und ich bin insgesamt zufrieden", fuhr er fort. "Zu Beginn war es nicht einfach für mich, aber wir haben das Auto gut verbessern und auch ich habe mich verbessert. Seit Hockenheim lief es gut für mich. Ich habe mein Ziel von 20 Punkten erreicht und stand auf dem Podest. Nun müssen wir für das nächste Jahr noch härter arbeiten, um den nächsten Schritt zu machen."

"Das war ein ereignisreiches Rennen", so Trulli. "Der Start und die ersten Runden waren gut, ich folgte Felipe Massa. Als es abtrocknete, wechselten wir auf Trockenreifen. Leider hing ich dann hinter Fisichella, der langsamer war. Ich hatte nicht genug Geschwindigkeit, um ihn zu überholen. So verlor ich bei diesen Runden viel Zeit. Als ich wieder frei fahren konnte, war ich der Schnellste auf der Bahn. Ich holte wieder auf, aber das reichte nicht."


Fotos: Toyota, Großer Preis von Brasilien, Sonntag


"Als es dann regnete, blieben wir auf Trockenreifen und holten einen Punkt", fuhr er fort. "Es ist eine verpasste Chance, denn wir starteten als Zweite. Aber es war eine gute Meisterschaft, ich bin zufrieden. Nun wollen wir im nächsten Jahr noch größere Fortschritte machen. Ich möchte auch Richard Cregan (Team-Manager bei Toyota; Anm. d. Red.) danken, mit dem ich fünf Jahre arbeitete. Ich wünsche ihm bei seiner neuen Karriere alles Gute."

Auch Teamchef Tadashi Yamashina zog ein versöhnliches Fazit. "Es war schön, beide Autos zum Abschluss in die Punkte zu bringen", erklärte er. "Timo fuhr gut und seine Strategie zahlte sich bei den unsicheren Bedingungen aus. Er blieb am Ende auf Trockenreifen, konnte den vierten Rang aber nicht halten. Natürlich hatten wir große Hoffnungen nach Jarnos zweitem Startplatz. Aber das Wetter spielte nicht mit."

"Beim ersten Boxenstopp gab es ein Problem, da verlor er etwas Zeit und auch Plätze", so der Japaner weiter. "Aber er holte bei schwierigen Verhältnissen noch einen Punkt. Insgesamt war es ein positives Ende der Saison. Wir sind zufrieden mit unseren Fortschritten, aber wir wollen noch mehr. Wir können nun zuversichtlich in den Winter gehen und den nächsten Schritt 2009 machen."

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