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Toto Wolff nimmt FIA-Brief sportlich: "Eine Herausforderung"

Obwohl die neue FIA-Direktive Mercedes am Einsatz des Party-Modus hindert, sieht Toto Wolff die Angelegenheit locker: Wird die Vorgabe sogar zum Vorteil des Teams?

(Motorsport-Total.com) - Die Technische Richtlinie TD037/20 sorgt in der Formel 1 derzeit für Wirbel. Sie legt fest, dass die Teams ab Monza nicht mehr beliebig zwischen den einzelnen Motorenmodi hin- und herwechseln dürfen. Damit ist vor allem der Party-Modus im Qualifying vom Tisch, offiziell macht sich die FIA aber Sorgen, dass die Modi missbräuchlich eingesetzt werden, um gewisse Regeln zu umgehen.

Toto Wolff, Zak Brown, Cyril Abiteboul

Toto Wolff nimmt die neue Herausforderung sportlich Zoom

Mercedes gilt im ersten Moment als großer Verlierer der Richtlinie, weil sie derzeit am meisten vom Party-Modus profitieren. Doch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nimmt es sportlich: "Es war schon immer so in der Formel 1, dass man die Führenden - oder vermeintlich Führenden - eingebremst hat und das gut für den Sport ist. Wir sehen es als Herausforderung", sagt er.

Entgegen der Berichte sieht es die neue Richtlinie jedoch durchaus als möglichen Vorteil für Mercedes an: "Wir haben einen guten Quali-Modus und können im letzten Abschnitt etwas mehr Leistung herausholen. Wenn das nicht mehr möglich ist [...], dann ist es kein Defizit für uns. Im Gegenteil: Wir können dann im Rennen mehr Performance herausholen."

Auch Wolff betont, dass es der FIA aber in erster Linie darum geht, die Motoren besser überwachen zu können. "Mit dem Verbrennungsmotor und den ganzen Energierückgewinnungssystemen ist es eine sehr komplexe Angelegenheit, und mit nur einem Modus ist es für die FIA einfacher zu sehen, ob alles den Regeln entspricht", sagt er.


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Schon in den vergangenen Monaten hatte die FIA mithilfe einiger Direktiven Schlupflöcher im Motorenbereich geschlossen, die vor allem Ferrari getroffen haben. "Es ist mit Sicherheit nicht die letzte, aber auch nicht die erste Richtlinie für die Power-Units", weiß Ferrari-Teamchef Mattia Binotto. "Das zeigt, wie komplex und schwierig die Regeln sind."

"In den vergangenen Monaten gab es einige Richtlinien für die Power-Unit, und ich glaube, dass alle jeden Hersteller betroffen haben. Auch die nächste wird alle Hersteller betreffen", so der Italiener.

Dass damit ein Motor eingebremst werden soll, glaubt er nicht: "Wenn man das beste Auto ist, würde man den Status quo natürlich gerne behalten. Am Ende ist es aber keine Richtlinie, die sich gegen einen der anderen Hersteller richtet. Die Regeln sind einfach so komplex, dass eine Klärung notwendig ist."

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