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Toto Wolff: Erst von Hamilton auf Rassismus aufmerksam gemacht

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff muss zugeben, dass Rassismus ohne Gespräche mit Lewis Hamilton kein Thema für ihn war - Unterstützung bei Klima-Debatte

(Motorsport-Total.com) - Als Mensch mit etwas dunklerer Hautfarbe musste sich Lewis Hamilton in seiner Karriere öfters mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen - vor allem in der Jugend war das für den Briten ein großes Thema. Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war Rassismus aber nie ein Thema. Erst Gespräche mit seinem Schützling darüber öffneten ihm die Augen.

Toto Wolff, Lewis Hamilton

Erst Lewis Hamilton brachte Toto Wolff das Thema Rassismus näher Zoom

"Ich denke, für uns ist das sehr schwierig zu verstehen, wenn du einer von sehr wenigen bist, die diesen Situationen ausgesetzt sind", sagt der Österreicher. Seiner Meinung nach sei Rassismus in dem Umfeld selten anzutreffen und selten direkt. "Es ist eher die subtilere Seite, die sehr wehtut", sagt er.

"Manchmal müssen wir uns daher in eine andere Perspektive versetzen", so Wolff. Das habe der Mercedes-Boss dank Hamilton getan: "Ich habe die Dinge nie so gesehen, bevor er es mir erklärt hat und ich es realisiert habe." Genaue Details über die Gespräche mit dem sechsmaligen Weltmeister möchte er aber nicht verraten.

Mercedes stand erst Ende September wegen Rassismus in den Schlagzeilen. Der Rennstall hatte vier Mitarbeiter entlassen und drei weitere diszipliniert, weil ein muslimischer Mitarbeiter von Kollegen mutmaßlich mit einer Wette gemobbt wurde. "So etwas können wir heutzutage nicht mehr tolerieren", hatte Wolff damals gesagt.


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Ein weiteres Reizthema waren zuletzt Hamiltons Aussagen zum Thema Umweltschutz. Dem Briten wurde unter anderem von Fernando Alonso Heuchelei vorgeworfen, weil er seinen Followern auf Instagram Anweisungen zu umweltbewussterem Leben gab, selbst aber zahlreiche umweltschädigende Flugreisen unternimmt - und das nicht nur mit dem Formel-1-Tross.

Doch Wolff stellt sich hinter seinen Schützling. Ihm sei wichtig, dass jedem das Thema bewusst ist und jeder seinen kleinen Teil beiträgt. "Ich sehe, dass Lewis das macht", betont er. "Ich habe gesehen, dass er sein Verhalten geändert hat - zum Beispiel hat er seine Flugreisen reduziert. Das müssen wir anerkennen und respektieren, anstatt es zu kritisieren."

"Wenn jeder sich verändert, dann haben wir neun Milliarden Leute, die sich verändern. Es muss einfach bei einem selbst beginnen", so Wolff. "Er hat das getan, und ich denke, er hat Recht."

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