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Toro Rosso: Verstappen nach Falschparken zurückversetzt

Carlos Sainz und Max Verstappen schafften beim Qualifying zum Formel-1-Grand-Prix in Suzuka den Sprung ins Q2 - Sein Parkversuch kostet Verstappen Positionen

(Motorsport-Total.com) - Beide Toro-Rosso-Piloten schafften beim Qualifying zum Großen Preis von Japan 2015 erwartungsgemäß den Einzug in Q2. Doch in der Startaufstellung liegen zwischen beiden acht Fahrzeuge. Die Gründe: Carlos Sainz, der sich ursprünglich für Rang elf qualifizierte, profitiert von der Gridstrafe, die in Singapur gegen Force-India-Fahrer Nico Hülkenberg ausgesprochen wurde. Max Verstappen lag zum Ende der zweiten Qualifikationssession nur auf Rang 15. Bei seinem letzten gezeiteten Versuch gab plötzlich die Stromversorgung seines STR10 den Geist auf. Der 17-Jährige parkte seinen Boliden nach Ansicht der Rennkommissare zu sehr auf der Ideallinie, wofür Verstappen um drei Startpositionen auf Rang 18 nach hinten versetzte.

Max Verstappen

Kurz nach der Unterführung war für Max Verstappen hinter der Haarnadel Schluss Zoom

"Das ist sicher keiner der besseren Tage. Plötzlich verlor ich Leistung und die Elektronik stieg in der Haarnadelkurve komplett aus und so konnte ich nichts mehr tun", berichtet Verstappen, der mit seinem unvorhersehbaren Parkmanöver während der Auslaufrunde eine doppelte gelbe Flagge auslöste. Die Gelbphase bedeutete auch, dass sich seine Kontrahenten in den verbleibenden Minuten nicht mehr steigern konnte - und im Gegensatz zum missglückten Stehversuch ließen die FIA-Verantwortlichen den anschließenden Spaziergang des Teenies am Streckenrand ungeahndet.

"Es ist frustrierend, da das Auto sehr gut funktionierte, aber zum Schluss ist es wie es ist." Weswegen der Defekt auftrat, untersucht das Team noch. "Das war nicht die Qualifikationssession, die wir uns erhofft hatten", konstatiert Toro-Rosso-Chefrenningenieur Phil Charles: "Max hatte eine gute Session und war mit Q1 sehr zufrieden. Leider hatten seine Systeme am Ende von Q2 einen Blackout, den wir immer noch untersuchen, um zu verstehen, was passiert ist. Ich denke, dass wir ohne das Problem ein gutes Training gehabt hätten. Max wurde besser und besser."

Sainz ärgert sich über verpasstes Top-10-Qualifying

"Der Wetterbericht sagt Nässe am Morgen voraus. Das würde ich auf alle Fälle begrüßen." Toro-Rosso-Chefrenningenieur Phil Charles

Weiter vorne könnte sich Carlos Sainz freuen, aber der Spanier wäre lieber aus eigener Kraft in die Top 10 gefahren: "Es ist enttäuschend, in Q2 auszuscheiden. Es war auf alle Fälle ein Tag, bei dem es leicht hätte in die Top 10 gehen können. Leider gab es auf den Vorderreifen in meinem zweiten Q2-Versuch ein paar Vibrationen, wodurch ich meine Zeit nicht verbessern konnte und Q3 verpasst habe."

Der verregnete Freitag erwies sich für Suzuka-Neuling Sainz als besonders tückisch. "Es war schwierig, diese Strecke im Trockenen zu lernen", berichtet der 21-Jährige über das Freie Training am Samstagmorgen: "Ich hatte nur 20 Runden, um den Kurs zu lernen und hatte diesen Lernprozess noch bis ins Q2. Dann habe ich mich endlich richtig wohlgefühlt und wusste, wie man die Linie wählt", berichtet Sainz über die Fahrerstrecke Suzuka, auf der es für den Rookie nicht mehr zum ganz großen Angriff reichte. Immerhin konnte Sainz somit Pirellis schonen: "Ich habe noch einen neuen Satz weicher Reifen."

Vibrationen in den Reifensätzen

"Das sollte uns etwas helfen", gibt er sich in der Pressemeldung des Teams optimistisch. Gegenüber 'Motorsport-Total.com' sagt er jedoch später: "Wir hatten den die Box zum zweiten Versuch verlassen. Da konnte ich Vibrationen an der Front des Autos spüren. Das hieß, dass ich auf meiner fliegenden Runde schon auf der Geraden schon Zeit verlor." Dabei seien die Vibrationen kein Einzelfall gewesen, sondern ein Problem, welches sich bei ihm durch die weichen Reifensätze ziehe, aber auch bei den harten auftrete.


Großer Preis von Japan

Auch Verstappen liefert Hinweise darauf, dass die Trockenreifen zu Toro Rosso nicht ganz so freundlich sein könnten wie erhofft. Verstappen verriet, dass die Mischungen Mittel und Hart nicht seine Lieblingsmischungen sind. Zudem sei man den harten während des Trainings nicht gefahren: "Die Strecke ist zu den Reifen ohnehin sehr aggressiv. Es wird also knifflig, vor allem da wir im Trockenen nicht viel gefahren sind. Doch wenn wir in den Longruns dieselbe Balance haben wir im Qualifying, sollte das okay sein."

Währenddessen hofft Chefrenningenieur Charles, dass das Red-Bull-Nachwuchsteam vom guten Anpressdruck seiner Boliden profitieren kann und setzt darauf, dass der Rennsonntag unter ähnlichen Witterungsbedingungen stattfindet wie der Freitag: "Der Wetterbericht sagt Nässe am Morgen voraus. Das würde ich auf alle Fälle begrüßen."

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