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  • 15.09.2016 16:39

  • von Dieter Rencken & Benjamin Horbelt

Toro-Rosso-Fahrer 2017: Daniil Kwjat wartet auf Entscheidung

Nach nur zwei von zehn Rennen in den Punkten scheint die Toro-Rosso-Zukunft von Daniil Kwjat für 2017 ungewiss - "Ich war gegenüber Red Bull immer loyal", so Kwjat

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Zukunft von Daniil Kwjat ist bei Toro Rosso für die kommende Saison noch nicht geklärt. Der Russe habe sich damit aber noch gar nicht beschäftigt, vielmehr liege der Fokus auf dem Fahren, wie Kwjat am Rande des anstehenden Grand Prix in Singapur versichert.

Titel-Bild zur News: Daniil Kwjat

Zum Haare raufen: Kann Daniil Kwjat sein Toro-Rosso-Cockpit 2017 behalten? Zoom

Nachdem der Russe im Frühjahr bereits den Abstieg vom großen Red-Bull-Team zum kleineren Toro-Rosso-Rennstall verkraften musste, scheint auch dieses Cockpit nun nicht mehr sicher. Die mögliche Fahrerkonkurrenz wird zudem nicht kleiner. Zuletzt machte auch der GP-Fahrer Pierre Gasly positiv auf sich aufmerksam.

"Ich habe keine Erwartungen", spielt Kwjat die Gerüchteküche um den noch offenen Vertrag für die kommende Saison herunter. "Ich mache einfach meinen Job", verspricht der Russe, der sich lieber mit positiven Ergebnissen auf der Strecke, als mit negativen Gedanken beschäftigen wolle. Auf dem Papier kann der 22-Jährige noch nicht allzu viel vorweisen: In den bisherigen zehn Rennen seiner Toro-Rosso-Zeit in der Formel 1 2016, konnte Kwjat erst zweimal in die Punkte fahren.


Fotostrecke: Daniil Kwjat - Vollgas durch die Königsklasse

"Wenn der Moment kommen wird, werden wir darüber sprechen. Es ist aber noch nicht soweit. Fakt ist, dass das irgendwann passieren wird, wann auch immer das sein wird", zeigt sich Kwjat demonstrativ gelassen. "Ich war gegenüber Red Bull immer loyal. Jetzt gebe ich bei Toro Rosso mein Bestes. Ich arbeite einfach weiter und mache meinen Job mit den vorhandenen Möglichkeiten so gut es geht", verspricht der junge Rennfahrer.

Die bisher eher überschaubare Punktebilanz scheint sich der Toro-Rosso-Pilot durchaus bewusst zu sein und geht vorsorglich in den Verteidigungsmodus: "Das ist keine Entschuldigung, aber wir versuchen einfach so hart wie möglich zu arbeiten", rechtfertigt sich Kwjat. "Jeder muss irgendwo mit Einschränkungen leben - wir auch. Wir versuchen das so gut es geht zu umschiffen. Was dann im nächsten Jahr passiert, weiß ich nicht", blickt der Russe in die noch dunkle Glaskugel der Formel 1 2017.