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  • 23.08.2013 · 20:58

  • von Rencken, Haidinger & Fritzsche

Thema Reifen: Vergne macht sich Sorgen

Während Paul Hembery bei den Reifenschäden von Vettel und Alonso Fremdkörper als Ursache vermutet, hofft Vergne, dass es kein zweites Silverstone-Drama gibt

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel stand im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Belgien neben der Tatsache, dass er Bestzeit fuhr vor allem aufgrund des Reifenschadens an seinem Red Bull RB9 im Fokus. Den Grund dafür kennt der Weltmeister selbst noch nicht. "Ich habe nichts anders gemacht als in den zehn Runden vorher. Wir wissen noch nicht, was genau passiert ist. Das Auto ist urplötzlich hinten rechts ausgebrochen, wir müssen uns das ansehen", so Vettel.

Die Pirelli-Mischungen Hard und Medium

Bleiben am weiteren Spa-Wochenende alle Slicks von Pirelli heil? Zoom

Teamkollege Mark Webber, der den Freitag mit denkbar knappem Rückstand von 0,059 Sekunden auf Vettel auf Platz zwei abschloss, gibt sich unbesorgt. "Gäbe es ein Problem, hätte mich das Team hereingerufen, aber es sieht nach einem recht normalen Reifenschaden aus", so der Australier. Neben Vettel hatte allerdings auch Ferrari-Pilot Fernando Alonso (auf seiner Auslaufrunde) einen Reifenschaden hinten rechts zu beklagen.

Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne klingt deshalb schon deutlich besorgter als Webber. Zwar hatte das B-Team von Red Bull am Freitag in den Ardennen keinen Reifenschaden zu beklagen, "doch es könnte ein Alarmsignal sein", sagt Vergne im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und führt aus: "Wenn man sich an Silverstone erinnert, dann ging es dort genauso los. Damals gab es zunächst einen Reifenschaden bei, ich glaube es war Perez. Hier hatten wir schon zwei an einem Tag."

"Ich kann nur hoffen, dass es für die Reifenschäden eine Erklärung gibt", so Vergne. Dazu Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery: "Gegen Ende der Session am Nachmittag kam es bei Sebastian Vettel wie auch bei Fernando Alonso im Bereich von Kurve 14 zu einer Panne am rechten Hinterreifen. Wir untersuchen derzeit die Ursache."

Hembery vermutet externe Faktoren als Ursache

"Einer ersten Analyse zufolge wurden beide Reifenschäden durch externe Faktoren verursacht, höchstwahrscheinlich durch Fremdkörper auf der Fahrbahn", sagt Hembery und spannt den Bogen zur Strategie für den Renntag: "Findet das Rennen am Sonntag unter normalen Umständen statt, gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt von zwei bis drei Boxenstopps pro Fahrer aus."

"Doch weil die hohe Wahrscheinlichkeit von Regen und Safety-Car-Phasen zu den charakteristischen Merkmalen von Spa gehört, wird sich das Entwickeln flexibler Renntaktiken zweifellos auszahlen. Unsere Reifennominierung für diesen Grand Prix eröffnet den Teams ein breites Spektrum wirksamer Strategien", so der Motorsportchef von Pirelli. Die Italiener haben in Spa die Slick-Mischungen Medium und Hard dabei, zusätzlich natürlich die Intermediates und Regenreifen.

Angesprochen auf das Aufwärmverhalten am Freitag, hält Adrian Sutil fest: "Ich habe keine großartigen Probleme. Sie verhalten sich immer noch etwas seltsam, aber das kriegen wir schon hin. Der harte Reifen braucht etwas länger, der Medium ist okay." Eines bereitet dem Force-India-Piloten allerdings Kopfzerbrechen: "Sie geben manchmal nach, dann kommen sie wieder und geben wieder nach und man weiß eigentlich nicht, was man anders gemacht hat."

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