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Stoffel Vandoorne: "Button und ich kämpfen um McLaren-Sitz"

Kuriose Situation: Wieso Stoffel Vandoorne daran glaubt, Ex-Manager Jenson Button den McLaren-Sitz wegzuschnappen, und wie der Brite Vandoornes Lage einschätzt

(Motorsport-Total.com) - Einst war Jenson Button Stoffel Vandoornes Manager. Jetzt droht ihm, vom talentierten Belgier ersetzt zu werden. "Jeder weiß, dass wir mehr oder weniger um den gleichen Platz für nächstes Jahr kämpfen", redet der GP2-Meister des Jahres 2015 gegenüber 'Sky Sports F1' nicht lange um den heißen Brei herum. Der 24-Jährige sieht sich in einer guten Position: "Es sieht gut aus. Ich bin sehr guter Dinge, und hoffentlich geht die Rechnung für mich auf."

Jenson Button, Stoffel Vandoorne

Wie erbitterte Cockpitrivalen sehen Button und Vandoorne nicht aus Zoom

Sein Optimismus scheint berechtigt, denn auch Teamboss Ron Dennis hat bereits klargestellt, dass der derzeitige McLaren-Ersatzpilot für die Konkurrenz nicht verfügbar ist. Und nach einer Saison im zweiten Glied wird der Belgier langsam ungeduldig. "Ich mache definitiv Druck, um das Cockpit zu kriegen", bestätigt er.

Nach seinem tollen Formel-1-Debüt in Bahrain, als er für McLaren die ersten WM-Punkte der Saison holte und am Ende vor Button landete, fühlt er sich für seine erste Saison in einem Topteam bereit. "Das war eine großartige Gelegenheit für mich, um zu zeigen, was ich kann", ist er mit seiner Grand-Prix-Premiere zufrieden. "Jetzt muss ich daraus Profit schlagen und meinen Weg hinein finden."

Button: Wenn nicht ich, dann Stoffel...

In jedem Fall ist für Vandoorne vorerst einmal Geduld angesagt: McLaren möchte vor September keine Entscheidung über die Fahrerwahl für 2017 treffen. Seinem Cockpit-Rivalen Button ist aber klar, dass es auf eine Entscheidung zwischen ihm und seinem ehemaligen Schützling hinausläuft.


Fotostrecke: GP Großbritannien, Highlights 2015

"Wenn ich nicht hier sein werde, dann wird er hier sein", sagt der Brite. Ihm ist auch klar, dass eine Vertragsverlängerung die Situation "für Stoffel schwierig machen würde". Dennoch hoffe er, dass der Youngster schon kommende Saison seine Chance bekommt. "Ich bin sicher, dass er darauf brennt, endlich Rennen zu fahren. Die Antwort, ob es passieren wird, weiß aber noch niemand."

Wovon Buttons McLaren-Verbleib abhängt

Jenson Button, Richard Goddard

Anfang 2015 trennten sich Button und Manager Goddard von Vandoorne Zoom

Ob er eine weitere McLaren-Saison anhängt, ist von zwei Faktoren abhängig. "Ich habe mit Ron noch nicht gesprochen, aber wenn er will, dass ich hier fahre, dann werde ich hier sein", sagt Button. Außerdem sei für ihn nur ein Cockpit attraktiv, das ihm die Möglichkeit gibt, im Vorderfeld mitzufahren. "Ich möchte weiter vorne fahren, hoffentlich um Podestplätze kämpfen. Das ist mein Ziel. Sonst interessiert es mich nicht, in der Formel 1 zu sein", stellt er klar.

Gerüchten zufolge ist das Williams-Team an der Verpflichtung Buttons interessiert. Das würde bei McLaren den Weg für Vandoorne freimachen, während es für den Briten eine Rückkehr zu seinen Wurzeln bedeuten würde, schließlich feierte er dort im Jahr 2000 seine Formel-1-Premiere. Wie stark die Mannschaft aus Grove in der kommenden Saison sein wird, ist aber schwer einzuschätzen: Derzeit kann man die Leistungen der vergangenen Jahre nicht bestätigen.

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