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  • 28.03.2015 18:40

  • von Ryk Fechner

Solides Mittelfeld: Kann Sauber Positionen gutmachen?

Während Marcus Ericsson mit Platz zehn im Qualifying zum Malaysia-Grand-Prix 2015 überraschen konnte, hadert Teamkollege Felipe Nasr mit der Fahrzeugbalance

(Motorsport-Total.com) - Dass der Start in die Formel-1-Saison 2015 für Sauber zumindest auf der Strecke das komplette Gegenteil zum Vorjahr darstellt, bestätigte sich auch beim Qualifying in Malaysia. Marcus Ericsson schaffte es sogar knapp in den dritten Qualifying-Abschnitt und startet durch die Strafversetzung von Romain Grosjean am Sonntag als Neunter ins Rennen.

Titel-Bild zur News: Marcus Ericsson

Marcus Ericsson konnte im Qualifying überzeugen Zoom

Nicht ganz so gut lief es dagegen für Felipe Nasr, der 16ter wurde und schon nach Q3 die Segel streichen musste: "Nach dem dritten Taining stellten wir fest, dass wir noch immer Schwierigkeiten mit den Hinterreifen haben", schildert der Brasilianer, der den Einzug in den nächsten Abschnitt um 0,272 Sekunden verpasste. "Auf meinem zweiten Versuch mit Medium-Reifen blockierten die Hinterräder in Kurve vier, wodurch ich viel Zeit auf der entscheidenden Runde verloren habe", klagt er über das Handling seines C34.

"Felipe hatte während des gesamten Wochenendes Schwierigkeiten mit der Balance seines Autos, konnte aber im Qualifying dennoch einen beachtlichen Schritt nach vorne machen", gibt sich dagegen Teamchefin Monisha Kaltenborn optimistisch: "Insofern ist es schade, dass er den Sprung ins Q2 nicht schaffte." Insgesamt freue sich das Team aufs Rennen, da die Trainings gezeigt hätten, dass das Auto konkurrenzfähig sei.

Dass die Hoffnungen Kaltenborns durchaus berechtigt sind, davon ist nach den Vorstellungen am Freitag auszugehen, denn die Schweizer Truppe platzierte ihre Wagen stets in der Nähe der Top 10. Genau dies zeigte Ericsson: "Es war ein gutes Wochenende. Es ist großartig, diese Performance nun auch im Qualifying bestätigen zu können. Mit diesem Ergebnis können wir zufrieden sein."

Dass Ericsson so weit vorne in der Startaufstellung steht, ist laut Chefingenieur Giampaolo Dall'Ara kein Zufall. Angesichts des einsetzenden Regens in Q2 sei die Taktik von entscheidener Bedeutung gewesen. "Marcus reihte sich in Q2 weit vorne ein, was uns später half, nicht in den Verkehr zu kommen", schildert der Italiener die Situation aus seiner Sicht. Im letzten Abschnitt der Qualifikation sei die Herangehensweise dann konservativ gewesen. Ericsson ging erst im letzten Versuch auf Intermediates auf die Strecke und verfehlte die Bestzeit von Williams-Pilot Valtteri Bottas um nur 0,082 Sekunden.


Großer Preis von Malaysia

Letztlich bleibt abzuwarten, ob die Traditionsmannschaft aus Hinwil sich im Kampf um Punkteränge gegen Force India, Ferrari, Toro Rosso durchsetzen kann. Gerade ein Kimi Räikkönen auf Startplatz elf sollte es Ericsson voraussichtlich nicht allzu leicht machen.