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Sicher ist sicher: Das HANS-System

Seit 2003 ist es für die Fahrer der Königsklasse Pflicht, das 'Head and Neck Support System', kurz auch HANS genannt, zu tragen

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Beginn der Saison 2003 ist das Tragen des 'Head and Neck Support Systems' oder kurz des HANS für alle Piloten der Formel 1 vorgeschrieben. Die Vorrichtung, die auf den Schultern aufsitzt und zudem am Helm und durch die Gurte befestigt ist, soll bei einem möglichen Unfall die Kräfte reduzieren, die auf Kopf und Nacken der Piloten wirken und kann somit helfen, ernsthaften Verletzungen vorzubeugen.

Michael Schumacher

Befürworter: Michael Schumacher nach der Einführung von HANS 2003 Zoom

Peter Hodgman, Technologiemanager bei McLaren-Mercedes, erklärt Aufbau und Funktion des Systems. "HANS besteht aus einem Karbonfaserkragen, zwei Haltegurten für den Helm und Schaumstofffutter. Es geht einfach gesagt darum, den Kopf des Fahrers im Zusammenspiel mit dem Rest seines Körpers zu sichern. Durch die Vorrichtung können wir die Kräfte kontrollieren, die den Kopf bei heftigen Bremsmanövern oder schlimmen Unfällen nach vorn schleudern", schilderte Hodgman.#w1#

Setzt man kein HANS ein, so ist zwar der Körper durch das Gurtsystem gesichert, aber der Kopf ist frei beweglich. "Bei einem Aufprall unter hoher Geschwindigkeit kann die Vorwärtsbewegung des Kopfes ernsthafte Nackenverletzungen auslösen. In Extremfällen kann der Helm des Piloten auch gegen das Lenkrad oder die Cockpitwandung schlagen." Durch die Haltegurte, die unter Berücksichtigung des Schwerpunktes an HANS und Helm befestigt werden, wird der Vorwärtsdrang gestoppt. Gleichzeitig hat der Fahrer noch genug Bewegungsfreiheit, um den Kopf so weit wie nötig zu drehen. Schnallt der Fahrer sich an, so werden die Schulterteile des Hans durch den Gurt in ihrer Haltung fixiert.

Das Sicherheitssystem, dass bereits vor ungefähr 20 Jahren entwickelt worden ist, hatte vor einiger Zeit noch nicht das nötige Zeug für die Formel 1. "HANS wurde Mitte der 80er Jahre von Dr. Robert Hubbard von der Michigan State University entwickelt. Die frühen Typen waren bereits sehr ausgereift, aber da sie für Sportwagen gedacht waren, waren sie zu groß und hatten für die Formel 1 die falsche Form, die den Fahrer in eine gebeugte Haltung gezwungen hätte", so Hodgman.

Der McLaren-Mercedes-Mitarbeiter berichtete, wie sich Mercedes Benz 1997 gemeinsam mit Hubbard an die Entwicklung einer für Einsitzer geeigneten Version machte. "Und seit 1998 ist auch McLaren dabei. Wir hatten die Aufgabe, das Design und die Form zu verbessern, um das System an Formel-1-Cockpits anzupassen und den Komfort für die Fahrer auch bei langer Tragedauer zu erhöhen, ohne die Funktion einzuschränken."

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