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Seidl: Sainz kann per Reglement nicht für Ferrari testen

McLaren-Teamchef Andreas Seidl sieht keine Möglichkeit für Carlos Sainz, beim "Young-Driver-Test" Ferrari zu fahren, selbst wenn er die Freigabe bekäme

(Motorsport-Total.com) - Die FIA hat eine Tür aufgestoßen, als sie Fernando Alonso erlaubt hat, beim "Young-Driver-Test" im Anschluss an den Großen Preis von Abu Dhabi 2020 teilnehmen zu lassen. Ferrari reagierte umgehend und versucht nun, Carlos Sainz ins Cockpit zu holen.

Carlos Sainz, Andreas Seidl

Andreas Seidl ist sich sicher: Carlos Sainz kann 2020 nicht für Ferrari testen Zoom

McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist überzeugt davon, dass das nicht funktionieren kann. Zwar sagte Sainz am Donnerstag, dass er nach dem Abu-Dhabi-Grand-Prix frei wäre, doch sein Teamchef glaubt nicht, dass der 26-Jährige eine FIA-Sondergenehmigung wie Alonso erhalten würde.

"Die Regeln sind eindeutig" antwortet er auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com'. "Ich sehe keine Möglichkeit, wie Carlos das Auto fahren soll. Für uns ist eindeutig, dass wir aufgrund der Regeln nicht mit einem aktiven Formel-1-Fahrer dort antreten können."

McLaren nimmt wie Racing Point gar nicht erst am Test teil. Schon vor Wochen entschieden beide Teams, dass man einerseits Kosten sparen wolle und andererseits keinen eigenen Fahrer habe, der Formel-1-Kilometer sammeln müsste. Deshalb waren beide Teams über die FIA-Entscheidung, Alonso fahren zu lassen, sehr ungehalten.


Fotos: Grand Prix von Sachir, Freitag


"Es gibt keine Möglichkeit für ihn [Sainz], Ferrari zu fahren, weil es die Regeln ihm leider nicht erlauben", so der 44-Jährige weiter. "Es ist ein 'Young-Driver-Test'. Ich kann nur sagen, was die Regeln sind. Wenn jemand eine andere Entscheidung trifft, kann ich nichts dagegen tun."

McLaren wird nicht am Test teilnehmen

Doch selbst, wenn die FIA die Testsession plötzlich für alle Fahrer öffnen sollte, gibt es für McLaren keine Chance mehr, den Test wahrzunehmen: "Wir haben nicht die Absicht, an diesem Test teilzunehmen. Die Regeln sind ziemlich eindeutig, man kann dort nicht mit einem aktiven Piloten fahren."

Das soll dann auch das letzte Wort zu dieser Sache bleiben: "Ich will keine weitere Energie mit diesem Thema vergeuden und auch im Team stecken wir da keine weitere Energie rein. Wir haben genug Daten, um uns auf uns selbst zu konzentrieren. Es ist wichtig, dass wir diese Schritte gemeinsam als Team unternehmen."

"Wir freuen uns darauf, Daniel [Ricciardo] ab Januar an Bord zu haben. Er ist ein erfahrener Fahrer und wir sind ein erfahrenes Team. Ich bin mir sicher, dass wir uns nächstes Jahr in guter Form präsentieren werden."

Die Diskussionen um Sondergenehmigungen werden nicht über den "Young-Driver-Test" hinaus geführt werden, weil die Regel nur für die Coronasaison 2020 galt.

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