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Sebastian Vettel und Ferrari: Vertragsverlängerung bis 2020?

Ein spektakulärer Cockpit-Tausch mit Nico Rosberg ist für Sebastian Vettel offenbar ebenso wenig Thema wie für Mercedes-Sportchef Toto Wolff

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel liegt momentan an fünfter Position der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016, einen Punkt hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen und 46 Punkte hinter WM-Leader Nico Rosberg. Mit dem Ferrari, der noch nicht auf Augenhöhe mit dem Mercedes-Silberpfeil ist, schon in diesem Jahr Champion zu werden, ist ein dementsprechend schwieriges Unterfangen. Aber Vettel denkt ohnehin schon weiter in die Zukunft.

Sebastian Vettel, Maurizio Arrivabene

Sebastian Vettel möchte angeblich bis Ende 2020 bei Ferrari bleiben Zoom

Denn laut 'Auto Bild motorsport' bekennt sich der viermalige Weltmeister zu einer langfristigen Zukunft bei Ferrari, auch wenn die ersten beiden Jahre der Partnerschaft vermutlich ohne den erhofften WM-Titel verstreichen werden: "Ich will nicht nur Weltmeister werden", sagt er gegenüber der Fachzeitschrift, sondern: "Ich will mit Ferrari Weltmeister werden!" Weshalb der bis Ende 2017 laufende Vertrag frühzeitig bis Ende 2020 verlängert werden soll.

Was Vettel dafür (angeblich) will: mehr Geld und Mitspracherecht bei der Auswahl des Teamkollegen. So wäre ihm sehr genehm, würde Ferrari an Räikkönen festhalten. Mit Nico Rosberg, so wird unterstellt, hätte er weniger Freude. Aber die aktuellen Gerüchte um den Mercedes-Fahrer bereiten Vettel kein Kopfzerbrechen, denn: "Ich weiß, was hinter den Kulissen passiert." Und: "Die Zukunft wird vielen Leuten zeigen, dass sie falsch lagen."

Selbst aufzugeben und Ferrari vor Vertragsende zu verlassen, um 2017 anstelle von Rosberg für Mercedes zu fahren, ist kein Thema. Auch nicht für Mercedes: "Ich würde ihm (Vettel; Anm. d. Red.) das Gleiche sagen, was ich ähnlichen Kalibern gesagt habe, als die in den letzten Jahren ihr Interesse kundtaten: Erst sprechen wir mit unseren Stammpiloten. Erst wenn wir uns mit diesen nicht einig werden können, kann man weitersehen", winkt Sportchef Toto Wolff ab.

Und auch für Vettel kommt ein solcher Cockpit-Tausch nicht in Frage: "Wenn ich das Handtuch schmeiße, müsste ich doch erst mal mir selbst sagen: 'Du hast es nicht geschafft!' Ob es uns gelingt, kann niemand wissen. Aber der Weg ist das Ziel." Genau wie damals bei seinem großen Vorbild Michael Schumacher, der erst im fünften Anlauf auf Ferrari Weltmeister wurde, dann aber gleich mit fünf Titeln hintereinander für seine Geduld belohnt wurde.

Dass er sich das auch für sich vorstellen kann, hatte Vettel bereits im April in einem Interview mit der 'Welt' angedeutet: "Ganz ehrlich, im Moment beschäftige ich mich nicht damit, wo ich sonst noch fahren könnte. Im Moment ist für mich hier alles perfekt. Ich fühle mich sehr wohl, kann mich sehr mit den Leuten, vor allem der Firma identifizieren. Jemand, der Benzin im Blut hat, ist zwangsweise auch Ferrari-Fan", so der 28-Jährige.

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