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Sebastian Vettel erwartet mehr von sich: "Kann nicht zufrieden sein"

Sebastian Vettel analysiert seine Leistungen in der F1-Saison 2020 selbstkritisch und gibt zu, dass die Trennung von Ferrari für sein Wohlbefinden nicht hilfreich war

(Motorsport-Total.com) - 17:63 nach WM-Punkten, 2:9 im Qualifying-Duell: Die Bilanz von Sebastian Vettel im Ferrari-Stallduell gegen Charles Leclerc ist aus deutscher Sicht 2020 nicht mehr schönzureden. Und das weiß Vettel auch selbst: "Mit meiner Leistung in einigen der Rennen kann ich dieses Jahr nicht zufrieden sein. Ja, da erwarte ich mehr von mir. Ich weiß und spüre, dass ich das besser kann", sagt er vor dem Grand Prix von Portugal (Formel 1 2020 live im Ticker!).

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel ist mit seinen Leistungen in den vergangenen Rennen unzufrieden Zoom

Er habe sich für Portimao vorgenommen, "besser zu sein als in den letzten sechs Rennen", in denen er einmal Siebter war und einmal Zehnter und sonst nie in die Punkte fuhr. Sich das vorzunehmen, sei eine Sache, aber "es wirklich hinzukriegen", weiß Vettel, sei "nicht so leicht. Die letzten sechs Rennen waren ziemlich schlecht."

"Mein persönliches Ziel ist, meine Leistung zu steigern. Ich bin nicht zufrieden mit der Art und Weise, wie die letzten Rennen verlaufen sind. Ich weiß, dass ich mehr kann, und hoffe, dass ich da wieder Anschluss finde", analysiert er selbstkritisch.

Zuletzt hatte Vettels langjähriger Vertrauter Helmut Marko in einem Interview mit 'Sky' "eine große Verunsicherung" beim viermaligen Weltmeister geortet, weil Vettel "ein sensibler Mensch" sei und ihm die Trennung von Ferrari "sehr zugesetzt" habe: "Das ist nicht der Sebastian, den wir aus unserer Zeit kennen."

Marko vermutet: Vettels Probleme liegen im Mentalen

"Das sieht man an den vielen Fehlern, die er macht - und es sind viele Fehler. Teilweise auch Anfängerfehler", sagt Marko und vermutet: "Das kommt sicher von der Psyche her. Damit ist wieder gezeigt, wie wichtig ein freier Kopf und eine starke mentale Stellung im Rennsport ist. Und da klappt's momentan überhaupt nicht."


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Eine Analyse, die Vettel zumindest nicht einfach vom Tisch wischt. Der Ferrari SF1000 sei zwar nicht einfach zu fahren, was einen Teil seiner Probleme erkläre. Klar sei aber auch: "Wenn du vor Saisonbeginn schon weißt, dass du dich trennen wirst, wird die Liebesgeschichte eine andere sein als davor."

Seine Schwierigkeiten seien anders als die von Leclerc, und der mache obendrein "einen sehr guten Job", erkennt Vettel an: "Er schafft es regelmäßig, das Maximum aus dem Auto herauszuholen. Für mich hingegen ist es ein sehr schwieriges Jahr unter ungewöhnlichen Umständen, und da kann es schon sein, dass ich auch nicht immer alles reibungslos hinkriege."

Vettel: Leclerc mag den SF1000 auch nicht ...

"Aber ich bin bereit, alles zu geben, was ich kann, um mich zu verbessern, damit ich gegen Jahresende wieder da hinkomme, wo ich weiß, dass ich hingehöre", sagt der 33-Jährige. "Unser diesjähriges Auto ist für uns beide nicht leicht zu fahren. Ich sitze ja in den gleichen Meetings wie Charles, und wir sind da meistens einer Meinung."


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Emotional wird Vettel beim Gedanken, dass der Abschied von seinem einst idealisierten Team Ferrari unmittelbar bevorsteht, übrigens nicht. Er sei "realistisch genug", damit erwachsen umzugehen, sagt er. Auch, "weil die Situation im Team jetzt eine andere ist als vielleicht vor ein oder zwei Jahren. Jetzt freue ich mich auf das neue Kapitel, das vor mir liegt."

"Mit Würde" möchte er das Kapitel Ferrari zu Ende bringen, betont Vettel. Denn die Strahlkraft der Marke Ferrari, die hat in seinen Augen trotz der Ernüchterung des Jahres 2020 nie nachgelassen: "Ferrari wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben, denn als ich aufgewachsen bin, war Michael mein Held, und Michael saß halt im roten Auto."

"Ferrari ist das einzige Team, das von Anfang an in der Formel 1 dabei war. Da kommt diese Leidenschaft her. Es ist eine besondere Marke. Ich hatte das Privileg, gemeinsam mit den Tifosi, mit dem ganzen Land Italien, mit dem Team sehr emotionale Momente zu erleben. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich das erleben durfte", sagt er.

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