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Schanghai: Gelingt Red Bull endlich die Trendwende?

Nachdem man in Sepang noch schwächer als in Melbourne auftrat, will Red Bull endlich das Ruder rumreißen: Kommt die kurze Nase endlich zum Einsatz

(Motorsport-Total.com) - Red Bull steckt in der Krise: Nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in Australien, als Daniel Ricciardo nur Sechster wurde, ging es in Malaysia noch weiter bergab. Das Red-Bull-Duo rettete sich gerade noch auf die letzten beiden Punkteplätze. Zu allem Überdruss mussten Ricciardo und Daniil Kwjat auch noch die Überrundung durch Ex-Red-Bull-Pilot und Sieger Sebastian Vettel über sich ergehen lassen. Sogar das B-Team Toro Rosso war schneller.

Daniil Kwjat

Red Bull hofft auf das neue Aerodynamikpaket für die Front des RB11 Zoom

Ein Grund waren die Bremsprobleme, weshalb Red Bull wieder zum alten Ausrüster zurückwechselte - dabei handelte es sich aber bei weitem nicht um die einzige Baustelle. Nach wie vor wartet das Team vergeblich auf das bereits vor dem Saisonauftakt fertiggestellte Aerodynamikpaket, weil die kurze Nase den Crashtest nicht bestanden hat.

Man darf gespannt sein, ob Red Bull vor Schanghai einen zweiten Versuch startet. Da auch die anderen neuen Teile auf die Luftführung der neuen Nase abgestimmt sind, blockiert dieser Umstand die Weiterentwicklung des RB11. Dass sich dies massiv auf das Tempo auswirkt, beweist das Schwesternteam Toro Rosso: Der Truppe von Franz Tost gelang der Crashtest mit der kurzen Nase bereits im Laufe der Wintertests, und man machte einen großen Sprung nach vorne.

Fahren wie die Großmutter

In Schanghai spielen aber auch die Reifen eine große Rolle: Durch die unkonventionelle Streckencharakterstik leidet vor allem der linke Vorderreifen extrem, während auf anderen Kursen meist die Hinterreifen zuerst nachlassen. Dazu kommt, das der weichere Reifen oft schon nach wenigen Kurven abbaut.

"Das ist ziemlich extrem", findet auch Ricciardo. "Mir ist dieses Szenario aber lieber als ein Reifen, der drei Runden benötigt, um auf Temperatur zu kommen. Die Tatsache, dass das sofort passiert, ist großartig."

Während die Piloten auf anderen Strecken bereits in der Outlap Gas geben, um die Reifen auf die richtige Temperatur zu bringen, ist in Schanghai eine andere Herangehensweise ratsam: "Da fährst du wie deine Großmutter und versuchst verzweifelt, die Reifen nicht vor dem Start der fliegenden Runde zu killen."

Fahrerlager als Versteck?

Wenn etwas schiefgeht, dann hat man zumindest die Möglichkeit, sich im Fahrerlager zu verstecken, denn der Kurs aus der Feder von Hermann Tilke verfügt über den größten Paddockbereich aller Grand-Prix-Strecken. "Er ist riesig, und man hat Mühe, sich zurechtzufinden", sagt Kwjat, der das Fahrerlager abseits der Strecke als größte Schwierigkeit des Rennwochenendes bezeichnet.

"Es sieht komplett irreal aus", ergänzt Kwjat. "Das beste daran ist aber, dass man sich verstecken und herumspazieren kann, ohne dass ständig jemand etwas von dir will."

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