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  • 04.12.2009 · 15:29

Sauber will durchstarten

Die Zusage der FIA ist da, die Zusammenarbeit mit Ferrari läuft und nun braucht Peter Sauber nur noch zwei Fahrer: Das Sauber-Team gibt wieder Vollgas

(Motorsport-Total.com/SID) - Nach vier Monaten Ungewissheit kann Peter Sauber mit seinem neuen alten Formel-1-Team endlich durchstarten. "Die Erleichterung ist riesig", sagt der 66 Jahre alte Schweizer, nachdem der Automobil-Weltverband FIA am Donnerstagabend grünes Licht für den Start in der WM 2010 als Ersatz für Toyota gegeben hatte. Aufbauend auf der Vorarbeit des bisherigen BMW Sauber F1 Teams will sich Sauber im kommenden Jahr sogar wieder ein bisschen steigern.

Peter Sauber

Peter Sauber und sein Team arbeiten mit Hochdruck am neuen C29-Rennwagen Zoom

"Wir haben die abgelaufene Saison auf Rang sechs beendet, und ich erwarte, dass wir in der Lage sein sollten, uns in dieser Region zu etablieren. Vielleicht können wir uns ja sogar ein wenig steigern", so Sauber, der erst am vorigen Freitag sein Lebenswerk von BMW zurückgekauft hatte. "Ich habe BMW einen Vorschlag unterbreitet, den ich als für mich tragbar und für BMW akzeptabel erachtete."#w1#

"Ich war dann auch erleichtert, dass ihn BMW vollumfänglich akzeptierte", sagt der Schweizer und spricht von einer fairen Lösung. BMW hatte am 29. Juli aufgrund einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens seinen Ausstieg aus der Formel 1 verkündet. Die Suche nach einem Käufer für das Team zog sich aber lange hin, bis Sauber selbst wieder in die Bresche sprang.

Die Zusammenarbeit mit den Münchenern bezeichnete er im Nachhinein als "gut, aber leider zu kurz. Als ich die Firma vor vier Jahren an BMW verkauft hatte, ging ich davon aus, dass die Zukunft des Rennstalls langfristig gesichert wäre. Es kam dann leider anders. Wir haben von BMW vieles gelernt, und ich glaube, das trifft auch in die andere Richtung zu", meint der alte und neue Teamchef.

Die Zusammenarbeit mit Ferrari klappt bestens

"BMW hat den Standort Hinwil in den vergangenen vier Jahren stark ausgebaut, und davon können wir in Zukunft natürlich profitieren", so Sauber, den BMW auch noch bei der Suche nach neuen Sponsoren unterstützt. Auch das Auto für die kommende Saison, der Sauber C29, wurde in den letzten Monaten planmäßig entwickelt, sodass man jetzt eine gute Basis habe.

"Der Sauber-Ferrari C29 ist absolut im Plan." Peter Sauber

Motor und Getriebe kommen von Ferrari, das schon vor dem Einstieg von BMW Partner von Sauber war. "Der Sauber-Ferrari C29 ist absolut im Plan, und ich bin auch überzeugt, dass es ein wettbewerbsfähiges Auto wird. Die Zusammenarbeit mit Ferrari funktioniert prächtig - nicht zuletzt, weil sich zahlreiche Ingenieure noch aus der Zeit vor BMW kennen, als wir auch mit Ferrari zusammengearbeitet haben", sagt Sauber.

Dass er nun wieder selbst am Kommandostand stehen wird, hätte sich der 66-Jährige eigentlich nicht gedacht: "Nach meinem Ausstieg vor vier Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, diese Rolle noch einmal zu übernehmen. Aber so, wie sich jetzt die Dinge entwickelt haben, macht das Sinn. Es ist jetzt wichtig, dass nach all diesen Turbulenzen rund um das Team wieder Ruhe einkehrt", meint Sauber.

Der Fahrermarkt ist groß...

Fahrer hat der alte und neue Teameigner noch keine verpflichtet, wünscht sich für 2010 aber einen Routinier und einen Nachwuchspiloten: "Diese Mischung gab es bei uns früher schon öfter, und sie hat sich für uns durchaus bewährt", erläutert Sauber. Auf der Kandidatenliste steht unter anderem der bisherige BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld der auch bei Mercedes im Gespräch ist.

"In den vergangenen Wochen haben sich viele Fahrer bei uns gemeldet." Peter Sauber

Chancen auf ein Sauber-Cockpit dürfen sich auch der bisherige Test- und Ersatzfahrer Christian Klien und GP2-Vizemeister Vitaly Petrov ausrechnen. "In den vergangenen Wochen haben sich viele Fahrer bei uns gemeldet, aber so lange wir keinen Startplatz hatten, konnten wir nicht konkret verhandeln. Das ist jetzt anders", sagt Sauber - in dieser Woche gab die FIA den Schweizern grünes Licht.

Auch die Konkurrenz freut sich, dass Sauber den Zuschlag für die Nachfolge von Toyota erhalten hat. "Das ist toll und freut mich sehr", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Das ist eine super Truppe, die in Hinwil einen großen Job gemacht hat. Ich glaube schon, dass sie eine gute Basis haben. Sie hatten sich ja schon in der zweiten Jahreshälfte gesteigert", gibt Haug zu Protokoll.

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