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Sauber: Keine Getriebeprobleme mehr?

Nach dem Doppelausfall in Monza hat Ferrari Ursachenforschung betrieben und Gegenmaßnahmen ergriffen - Auto für 2012 befindet sich "im Plan"

(Motorsport-Total.com) - Am Sonntagabend in Monza war Peter Sauber denkbar schlecht gelaunt: Sowohl Sergio Perez wie auch Kamui Kobayashi lagen auf Punktekurs, als sie wegen Getriebeschäden aus dem Rennen geworfen wurden - ungewöhnlich für den langjährigen technischen Partner Ferrari.

Peter Sauber und Monisha Kaltenborn

Teamchef Peter Sauber und Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn

"Es gab drei Schäden, die alle durch mechanische Defekte ausgelöst wurden. Ferrari hat diese analysiert und Gegenmaßnahmen ergriffen", berichtet Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn. Besonders bitter: Anstatt die Führung auf Force India im Kampf um den sechsten WM-Platz auszubauen, wurde Sauber um einen Punkt überholt. Kaltenborn: "Wir bezahlen jetzt für die Fehler, die wir gemacht haben."

"Für Australien und für die Getriebeprobleme. Sonst wären wir 19 Punkte vor Force India", rechnet Teamchef Peter Sauber vor. "Man muss fair sein: Ich bin überzeugt, dass das Auto grundsätzlich gut ist. Auch die Entwicklungsschritte waren okay. Unser Problem ist, dass das Auspuffsystem nicht so funktioniert hat, wie wir es gerne gehabt hätten."

"Als dann die FIA signalisiert hat, dass man in Barcelona dieses spezielle Mapping für das Qualifying verbietet und das System ab Silverstone ganz verschwindet, haben wir die Entwicklung gestoppt. Dafür zahlen wir jetzt", ärgert sich der Schweizer und ergänzt: "Wir glauben, dass das System mindestens fünf Zehntel bringt."

2012 wird der auspuffangeströmte Diffusor aber komplett verboten sein. Sauber befindet sich mit der Entwicklung des neuen Autos "im Plan", berichtet der Teamchef, "zeitlich und auch von der Performance her. Es gibt jetzt schon einige Teile, die definiert sind."