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Sauber: Balance nicht ganz zufriedenstellend

Ohne technische Probleme, aber mit Balance-Problemen und vielen aerodynamischen Entwicklungen startet Sauber in das Monza-Wochenende

(Motorsport-Total.com) - Die Sauber-Piloten Adrian Sutil und Esteban Gutierrez hatten am Freitag vor dem Grand Prix von Italien viel zu tun. Es galt, dass richtige Setup für die Hochgeschwindigkeits-Strecke von Monza zu finden. Dabei wurden zahlreiche Aerodynamik-Varianten ausprobiert. Am Ende glaubt man, die richtige Richtung für das Rennen in Monza gefunden zu haben.

Adrian Sutil

Sauber arbeitet noch an dem optimalen Setup für Monza Zoom

Das erste Freie Training startete Sauber mit Testpilot Giedo van der Garde, neben Gutierrez. Beide Fahrer testeten dabei unterschiedliche Heckflügel, die den besten Abtrieblevel aufzeigen sollten. "Am Ende der ersten Trainingssitzung entschieden wir uns für einen Heckflügel mit einem höheren Abtriebsniveau und machten zusätzliche Änderungen am Frontflügel", erklärt van der Garde. "Dadurch konnte ich meine Rundenzeiten verbessern. Ich denke, dass der C33 mit dieser Abstimmung mehr Stabilität und weniger Untersteuern hat."

Der Niederländer setzte am Vormittag eine Zeit von 1:28.429 Minuten und wurde damit als 15. gewertet. Gutierrez, der ebenfalls ein Aerodynamik-Entwicklungsprogramm fuhr, wurde im ersten Freien Training mit einer Runde von 1:28.114 Minuten Elftschnellster. Im zweiten Freien Training wurde er mit 1:27.840 Minuten zwar lediglich als 14. gewertet, fühlte sich im Auto aber schon viel wohler.

"Am Nachmittag haben wir auf die zu Beginn des ersten freien Trainings gewählte Abstimmung zurückgewechselt, mit der es wieder besser funktioniert hat", so Gutierrez. "Ich denke, dass wir die Abstimmung des Autos weiterhin verbessern können."


Fotos: Sauber, Großer Preis von Italien, Freitag


Sutil hatte für die Abstimmung, die ihm am besten liegt, weniger Zeit als sein Teamkollege und ist daher auch weniger zufrieden mit der Balance seines C33: "Es ist zu Beginn immer schwierig, einen guten Rhythmus zu finden. Generell war das Training aber in Ordnung, allerdings ist die momentane Balance des Autos noch nicht ganz zufriedenstellend. Wir müssen daran arbeiten, das Untersteuern des Autos in den Griff zu bekommen." Im zweiten Freien Training fuhr er seine schnellste Runde in 1: 28.029 Minuten.

"Die Balance des Autos ist zwar in Ordnung, allerdings können wir noch Verbesserungen vornehmen", erklärt der leitende Ingenieur an der Rennstrecke, Giampaolo Dall'Ara. "Beide Piloten fuhren die mittlere sowie die harte Reifenmischung, und wie erwartet, war es nicht einfach, diese optimal zum Arbeiten zu bringen. Mit den harten Reifen ging es ganz ordentlich, mit den Medium-Reifen war es hingegen sehr schwierig. Insgesamt ist unsere Performance in etwa dort, wo wir sie auf einer Strecke dieser Art erwarten konnten."