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Russland-Facts: Alles, was du wissen musst!

Das Strategie-Wiki vor dem Grand Prix in Sotschi: Welcher Pirelli-Reifen debütiert in Russland? Welche Strategie ist wahrscheinlich? Wer sind die Rennkommissare?

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag beginnt mit dem ersten Freien Training der Grand Prix von Russland in Sotschi (Formel 1 2017 live im Ticker). Das Autodrom in Sotschi ist 5,848 Kilometer lang und seit 2014 fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Den Streckenrekord hält Nico Rosberg mit einer Bestzeit von 1:35.417 Minuten (2016 auf Mercedes). Dieser wird 2017 aufgrund der neuen Regeln aller Voraussicht nach unterboten.

Pirelli-Infografik zum Grand Prix von Russland 2017

Pirelli-Infografik zum Grand Prix von Russland: Zum Vergrößern anklicken! Zoom

Mit dieser neuen Artikel-Reihe, die 2017 jeden Mittwoch (oder spätestens Donnerstag) vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts" (eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke) begleitende Informationen. Etwa: Welches Team hat bisher alle Rennen in Sotschi dominiert? Oder: Welche Strategie war dort bisher meistens die beste?

Für die Antworten jetzt durchklicken!

Reifen

Am nächsten Wochenende findet in Sotschi der Grand Prix von Russland statt. Aufgrund der glatten Fahrbahnoberfläche der Strecke und der zu erwartenden milden Witterungsbedingungen nominiert Pirelli zum zweiten Mal in dieser Saison die drei weichsten Mischungen der Produktpalette. Der ultrasofte Slick gibt in Russland sein Debüt. In den vergangenen drei Jahren wurden die Rennen dort jeweils mit einer Einstoppstrategie gewonnen.

Reifen-Key-Facts

Die Verschleißwerte zählen zu den niedrigsten in der Saison. Die Anforderungen an die Reifen halten sich in Grenzen.

Aufgrund der milden Witterung ist auch der hitzebedingte Leistungsabfall vergleichsweise niedrig.

Die Kurven 2 und 13 sind die heftigsten Bremszonen, dort besteht das Risiko von Bremsplatten.

Im letzten Abschnitt einer Runde wechseln Traktion und Bremsen einander in schneller Folge ab, ähnlich wie in Abu Dhabi.

Weil die Strecke zwischen zwei Grand-Prix-Rennen kaum genutzt wird, ist sie zu Beginn des Rennwochenendes noch sehr "grün", also rutschig.

Die anspruchsvollste Kurve ist Turn 3 mit mehreren Scheitelpunkten, vergleichbar der Kurve 8 in Istanbul.

Der rechte Vorderreifen wird am stärksten belastet.


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Die ultrasoften Pirelli P Zero Purple werden in Russland erstmals gefahren. Sie sind für den glatten Asphalt bestens geeignet.

Bei den ersten fünf Grands Prix von Australien bis Spanien erhalten die Teams identische Reifenkontingente: sieben Sätze von der jeweils weichsten der nominierten Mischungen, vier Sätze von der jeweils mittleren sowie zwei Sätze von der jeweils härtesten der nominierten Mischungen.

Ab dem Grand Prix von Monaco gelten wieder die Standard-Regeln. Jedes Team kann zehn der 13 Reifensätze frei wählen. Die Wahl wird zehn Tage vor dem Rennen bekannt gegeben.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 21,5 psi (Vorderreifen), 21,0 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -3,25 Grad (Vorderreifen), -2,00 Grad (Hinterreifen).

Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Das Rennen folgt auf einen zweitägigen Test in Bahrain. Es wird interessant sein zu beobachten, wie sich die dort gemachten Erfahrungen in Russland auf das Reifen-Management sowie die Performance auf der Strecke auswirken werden. Weil Sotschi ein sehr reifenschonender Kurs ist und die Reifen in diesem Jahr ohnehin auf eine höhere Haltbarkeit ausgelegt sind, ist ein schnörkelloses Einstopprennen zu erwarten. Allerdings haben wir erstmals den ultrasoften Slick für Russland nominiert. Es bleibt abzuwarten, welche Folgen aus seinem Einsatz an den Autos der neuen Generation resultieren. Die Performance-Lücke zwischen den drei nominierten Mischungen ist relativ schmal. Daher ist jeder der drei Slick-Typen ein potenzieller Kandidat für das Rennen in Sotschi."

Strecke & Sicherheit

Am Ausgang von Kurve 2 (bis Kurve 3) wurden 50 Millimeter hohe "Speed-Bumps" installiert (bemalt in fluoreszierendem Orange). Diese sind drei Meter neben dem Streckenrand positioniert, auf beiden Seiten.

In den Kurven 2, 4 und 13 wurden Verbesserungen der TecPro-Barrieren vorgenommen.

DRS-Zonen

Beim Grand Prix von Russland gibt es zwei DRS-Zonen. Der Aktivierungspunkt von DRS-Zone 1 liegt ausgangs Kurve 1, der zweite 230 Meter nach Kurve 10. Ob DRS ausgelöst werden darf, entscheidet sich am jeweiligen Detektionspunkt. Dieser liegt für DRS-Zone 1 138 Meter vor Kurve 1 und für DRS-Zone 2 72 Meter vor Kurve 10. Beträgt der Rückstand auf das vorfahrende Auto an einem der beiden Detektionspunkte weniger als eine Sekunde, darf DRS in der darauf folgenden Zone aktiviert werden.

Boxengassen-Speedlimit

60 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.

FIA-Rennkommissare

Paul Gutjahr ist Präsident des ASS (Auto Sport Schweiz). Er begann seine Karriere als Rennfahrer in den 1960er-Jahren auf Alfa Romeo, Lancia, Lotus und Porsche, später fuhr er für das March-Team Formel 3. In den frühen 1970er-Jahren wurde er Präsident des Berner Automobilklubs und organisierte als solcher zahlreiche Veranstaltungen. Von 1980 bis 1982 war er Präsident des Organisationskomitees des Schweiz-Grand-Prix in Dijon. Bereits seit 1995 ist er als Rennkommissar in der Formel 1 tätig und zählt in dieser Funktion zu den erfahrensten FIA-Leuten.


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Silvia Bellot begann ihre Karriere als Rennkommissar 2001 im Alter von nur 16 Jahren. Seither war sie unter anderem in der Rallye-WM, der DTM und der Renault-World-Series sowie in einigen kleineren Serien als Funktionär tätig. 2009 absolvierte sie die FIA-Ausbildung, um auch in der GP2 und Formel 1 Rennkommissarin werden zu können. Beim Grand Prix der Türkei 2011 erhielt sie für ihre außergewöhnliche Karriere einen Ehrenpreis. Derzeit ist sie in der Formel 2, der GP3, der WTCC und der Formel 1 Rennkommissarin. Darüber hinaus ist sie Mitglied der FIA-Kommission für Frauen im Motorsport und sie arbeitet in Sachen Veranstaltungsorganisation eng mit dem RACC, dem Circuit de Barcelona-Catalunya und dem spanischen Verband zusammen.

Mika Salo erlangte in Deutschland 1999 als Ersatzmann für Michael Schumacher bei Ferrari Berühmtheit. Zwischen 1994 und 2002 bestritt er mehr als 100 Formel-1-Rennen für Tyrrell, Arrows, BAR, Ferrari, Sauber und Toyota. Seit dem Ende seiner Formel-1-Karriere ist er vor allem im GT-Sport aktiv. Sowohl in Le Mans als auch in Sebring kann er GT2-Klassensiege vorweisen. Zudem ist er schon CART und V8-Supercar gefahren. In Sotschi nimmt er den Posten des Fahrerkommissars ein. Nicht zum ersten Mal.

Der vierte Rennkommissar für Sotschi wird vom nationalen Verband in Russland gestellt.

Eine Runde mit Romain Grosjean

"Die Start- und Zielgerade ist ziemlich lang. Danach kommt ein richtig hartes Bremsmanöver in eine Linkskurve hinein, die im dritten oder vierten Gang geht. Die berühmte Kurve 3 geht im Qualifying voll. Ich mag diese Kurve sehr. Sie ist schnell, geht voll, dann direkt rein in Kurve 4, in die du viel Geschwindigkeit mitnehmen musst. Das ist ein schöner Fluss. Die beiden Kurven 3 und 4 ergänzen sich gut."


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"Die nächsten paar Kurven sind ganz ähnlich. Der Fluss ist angenehm, die Geschwindigkeit hoch. Dann geht es auf die Gegengerade mit DRS, wieder mit einem schwierigen Bremspunkt am Ende. Du hast dort hohe Fliehkräfte, dann geht's unter der Brücke durch. Sehr verwinkelt, und die Reifen werden dort hart rangenommen. Den Punkt musst du mit dem Set-up hinkriegen."

"Erst der letzte Streckenabschnitt ist langsamer, besonders die letzten beiden Kurven. Die Boxeneinfahrt ist auch nicht ohne. Und die Ziellinie ist unmittelbar nach der letzten Kurve. Da ist jede Runde anders - abhängig davon, ob du auf eine einzelne schnelle Rundenzeit fährst oder nicht. Insgesamt ist es eine gute Strecke. Viel wird von den Temperaturen abhängen. In Bahrain ist der Asphalt sehr rau. In Russland sehr glatt. Darüber müssen wir nachdenken."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 15:00 Uhr (14:00 Uhr MESZ):
Valtteri Bottas (Mercedes)
Romain Grosjean (Haas)
Daniil Kwjat (Toro Rosso)
- - -
Kimi Räikkönen (Ferrari)
Daniel Ricciardo (Red Bull)
Pascal Wehrlein (Sauber)

Freitag, 17:00 Uhr (16:00 Uhr MESZ):
Nick Chester (Renault)
Luigi Fraboni (Ferrari)
Yusuke Hasegawa (Honda)
- - -
Mario Isola (Pirelli)
Matt Morris (McLaren)
Otmar Szafnauer (Force India)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

Formel-1-Talk vor dem Grand Prix von Russland

Auch dieses Mal gibt es natürlich wieder eine neue Ausgabe des Podcasts "Starting Grid" (Hier geht's zum Audio-Player!) von unserem Kooperationspartner meinsportradio.de. Unser Redakteur Ruben Zimmermann diskutiert unter anderem die Frage, ob Mercedes Valtteri Bottas mit der Stallregie in Bahrain bereits jetzt zur klaren Nummer 2 gemacht hat. Außerdem wird es politisch: Sollten sich andere Staatschefs ein Beispiel an Wladimir Putin nehmen und nach dem Rennen persönlich den Siegerpokal übergeben?

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