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Russell: Durch Rad-an-Rad-Duelle mit Vettel "drastisch verbessert"

Williams-Pilot George Russell fand sich 2020 im Rennen oft Rad an Rad mit Sebastian Vettel wieder, was ihm geholfen habe, sich als Formel-1-Fahrer massiv zu verbessern

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel kämpfte 2020 im Ferrari SF1000 mit stumpfen Waffen und fand sich folglich statt im Spitzenfeld meist im hinteren Mittelfeld wieder. Dort musste er sich mit für ihn neuen Gegnern wie etwa Williams-Pilot George Russell auseinandersetzen, der diese Begegnungen für sich als großartige Lernerfahrung verbucht.

George Russell, Sebastian Vettel, Antonio Giovinazzi

Sebastian Vettel und George Russell duellierten sich 2020 nicht nur einmal Zoom

"Ich habe mich als Rennfahrer drastisch verbessert, weil wir die ganze Saison über Rad-an-Rad-Kämpfe mit Alfa Romeo, Haas und oft auch mit Vettel hatten", resümiert Russell in einem Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Und er verrät: "Ich habe kürzlich darüber gesprochen, und Sebastian ist wahrscheinlich der Fahrer, mit dem ich in dieser Saison am meisten gekämpft habe."

Was George Russell 2020 gelernt hat

"Wenn ich an den Nürburgring zurückdenke, an Mugello, an Österreich zu Beginn des Jahres. Sogar in Abu Dhabi gab es ein paar Runden lang Kämpfe. Portimao, vielleicht, und Imola. Wir waren die ganze Saison über zusammen auf der Strecke. Hätten Sie mir das Mitte letzten Jahres gesagt, hätte ich Sie für völlig verrückt gehalten."

Fuhr Williams dem Rest des Feldes zuvor in der Regel gnadenlos hinterher, konnte Russell - auch dank starker Qualifyings - in der Formel-1-Saison 2020 des Öfteren mit Haas- und Alfa-Romeo-Fahrern und eben auch Vettel um Positionen kämpfen.

"Diese Erfahrung, Rad-an-Rad-Rennen in einem Formel-1-Auto, hat mir so sehr geholfen", sagt der Brite. "Denn es ist anders. Es ist so anders als in den Junior-Formeln, einfach weil der Abtrieb so komplex ist. Wenn man Abtrieb verliert, verändert sich das Auto. Und zu lernen, wie man damit umgeht, war für mich großartig."

Williams auch 2021 in der Defensive

Das habe ihn auch in die Lage versetzt, bei seiner Fahrt im Mercedes als Ersatz für Lewis Hamilton in Sachir "wirklich dabei zu sein, als ich durch das Feld zurückkam". Wir erinnern uns: Nach einem verpatzten Boxenstopp machte Russell in Windeseile Position um Position gut, bis ihn ein Plattfuß dann aber endgültig ausbremste.

Mit Blick auf 2021 fällt es Russell schwer zu sagen, wo man sich verbessern muss, denn: "Wir fanden uns oft außerhalb unserer Position wieder und kämpften mit schnelleren Autos, was es natürlich knifflig macht, weil ich immer in der Defensive bin."


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"Es kam nur einmal vor, dass ich in der Offensive war. Und das war, als ich im Mercedes saß. Das verändert einfach dein Selbstvertrauen als Rennfahrer."

"Ich bin aber gleichermaßen realistisch, denn ich weiß, dass es immer schwierig sein wird, mit anderen zu kämpfen, weil wir eines der beiden langsamsten Autos sind und nicht den gleichen Grip wie die anderen Teams haben. Aber es sind kleine Details, wir versuchen einfach, kontinuierlich daran zu arbeiten, uns zu verbessern."

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