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Ricciardo verzweifelt: "Das war ein schrecklicher Tag"

Nach dem sensationellen siebten Platz von Schanghai fiel Daniel Ricciardo in Bahrain wieder ins Mittelfeld zurück - und war einigermaßen ratlos

(Motorsport-Total.com) - In Schanghai noch gefeierter Siebter, sieben Tage später chancenlos überrundet: Daniel Ricciardo (Toro Rosso) erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Nur eine Woche nach dem besten Ergebnis seiner Formel-1-Karriere fand sich der Australier wieder in der Tristesse des Mittelfeldes wieder. Punkte waren für den 23-Jährigen gestern in Bahrain so weit entfernt wie Australien von Europa. Die extremen Formschwankungen seines STR8 lassen Ricciardo einigermaßen ratlos zurück: "Was soll ich sagen? Das war ein schrecklicher Tag - und ich weiß noch nicht einmal warum."

Daniel Ricciardo

Bahrain war für Daniel Ricciardo keine Reise wert Zoom

"Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass es eine andere Strecke mit anderen Anforderungen ist und wir mit anderen Reifen fuhren, ist es nicht normal, dass sich ein Auto innerhalb einer Woche so stark verändert. Vor allem, wenn man nichts daran verändert", klagt der Australier. Der Blick auf die nackten Zahlen unterstreicht die Verzweiflung des Toro-Rosso-Piloten: Ricciardos schnellste Rennrunde war die langsamste des gesamten Feldes, nimmt man seinen Teamkollegen Jean-Eric Vergne heraus, der allerdings schon früh ausschied.

Selbst die Marussia und Caterham fuhren im Rennen von Bahrain schnellere Runden, im Ziel betrug Ricciardos Vorsprung auf Charles Pic weniger als zehn Sekunden. "Irgendwas stimmt mit dem Auto nicht, und das müssen wir herausfinden", sagt Ricciardo, für den das Rennen so alles andere als ein Vergnügen war: "Ich habe von meinen Ingenieuren andauernd 'mach Druck' gehört, aber niemals 'tolle Runde' oder 'deine Pace ist gut'. An solchen Tagen kommt man sich ziemlich einsam vor", sagt der enttäuschte Australier.

Nach dieses Enttäuschung kommt Ricciardo etwas Ablenkung gerade recht. Am kommenden Wochenende wird der 23-Jährige im spanischen Aragon sein, wo er im Rahmen der Renault-World-Series Demonstrationsrunden in einem Red Bull RB7 aus dem Jahr 2011 fährt. Am darauffolgenden Wochenende sind, ebenfalls in Spanien, Aerodynamiktests mit Toro Rosso geplant. "Außerdem werde ich einige Tage im Simulator verbringen, viel trainieren und im Windkanal vorbeischauen. Wir müssen vorausblicken und das Auto wieder in die Top 10 bringen", gibt sich Ricciardo kämpferisch.

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