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  • 19.04.2013 · 18:39

  • von Christian Nimmervoll aufgezeichnet

Ricciardo: "Der siebte Platz wird schwierig zu wiederholen"

Ein ausgeschlafener Daniel Ricciardo musste nach dem China-Erfolg heute wieder mit dem Trainingsalltag beginnen: "Es wird nach vorne gehen"

(Motorsport-Total.com) - Nach seinem besten Karriereergebnis in China, hofft Daniel Ricciardo in Bahrain seinen siebten Platz der Vorwoche erneut erreichen zu können. In heutigen Freien Training gab es erst einmal die doppelte Packung: Der Australier stand als 14. zwei Plätze hinter seinem Teamkollegen Jean-Eric Vergne. Wie sein Tag verlaufen ist, welche Strategie er erwartet, und wie anstrengend ein Back-to-back-Rennen von China ist, das verrät der Toro-Rosso-Pilot im Interview.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo reist mit einem Erfolgserlebnis im Rücken nach Bahrain Zoom

Frage: "Daniel, gib uns eine kurze Zusammenfassung. Du bist 14., 1,6 Sekunden hinter der Spitze."
Daniel Ricciardo: "Der Tag war ganz okay für uns. Wir haben noch Luft nach oben. Wir haben noch ein paar Hausaufgaben heute Abend zu machen, dennoch war es ein erfolgreicher Tag in Sachen Zuverlässigkeit. Wir haben gute Daten, auf die wir schauen können. Ich denke, wir können uns von dort, wo wir sind, nach vorne bewegen. Wir werden sehen, wie viel. Im Moment wird es schwierig sein, den siebten Platz von letzter Woche zu wiederholen, aber ich denke vorwärts wird es schon gehen."

Frage: "Was glaubst du, was von der Performance her möglich ist."
Ricciardo: "Das Hauptthema sind die Hitze und der Asphalt. Es ist sehr hart zu den Reifen - dieses Mal aber mehr zu den Hinterreifen. In China war es andersherum. Das zu managen ist der Schlüssel. Beim Longrun heute war ich nicht so zufrieden mit dem, was wir aus den Reifen holen konnten. Wir werden sehen, was geht. Wenn wir die Probleme mit dem Reifenabbau hinten in den Griff bekommen, dann wird sich das lohnen."

Frage: "Ist es ein genereller Trend, dass euch Strecken, die die Front beanspruchen, mehr liegen als Strecken, die hart zu den Hinterreifen sind?"
Ricciardo: "Vielleicht. Wir hatten noch nicht genug Rennen um einen Trend ableiten zu können. Im Grunde gibt es mehr Strecken, die die Hinterreifen beanspruchen. Es gibt nur wenige, die härter zu den Vorderreifen sind. Hoffentlich ist das also kein Trend, den wir die ganze Zeit sehen. Jeans (Jean-Eric Vergne; Anm. d. Red.) Longrun sah heute nicht allzu schlecht aus. Wir müssen noch auf ein paar Dinge schauen."


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Bahrain, Freitag


Frage: "Wie siehst du die Unterschiede zwischen den beiden Reifen?"
Ricciardo: "Der Option-Reifen sieht sowohl auf den Longruns wie auch auf einer Runde besser aus. Auf einer schnellen Runde ist er vielleicht eine Sekunde schneller - nicht ganz so viel wie letzte Woche. Auf den Longruns sieht er vielleicht nicht schneller aus, aber zumindest gleichwertig von den Rundenzeiten her - und auch von der Haltbarkeit. Der weiche Reifen scheint also der bessere Reifen zu sein - im Moment jedenfalls. Von dem was wir gelernt haben, wird das der Reifen der Wahl sein."

Frage: "Also läuft alles auf ein Zwei- oder Dreistopprennen hinaus?"
Ricciardo: "Zwei Stopps würde wohl eng werden, aber drei Stopps sollten ähnlich wie in China die Wahl sein. Ich bin mir aber noch nicht sicher, wie lange man mit den einzelnen Reifenmischungen fährt. Ich bin mir nicht sicher, inwiefern sie halten. Der Prime ist gut genug, um mehr als ein paar Runden zu schaffen - mehr als die Jungs auf den Options in China gelungen ist."

Frage: "Zwischen den Sessions gab es einen Regenschauer. Hat er irgendeinen Einfluss gehabt, weil er beispielsweise Gummi weggespült hat?"
Ricciardo: "Nicht, dass wir bemerkt hätten. Die Strecke wurde nicht so viel schneller. Ich glaube aber nicht, dass sie stark vom Regen beeinflusst war. Das ist meine Meinung."

Frage: "Findest du internationale Back-to-back-Rennen ermüdend? Immerhin haben wir fünf Stunden Zeitunterschied..."
Ricciardo: "Die Zeitdifferenz ist das größte Problem, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Natürlich wacht man in den ersten Nächten früher auf. Der Schlaf ist nicht perfekt, aber ich denke zu diesem Zeitpunkt der Woche sollte keiner mehr Probleme haben. Ich mag aufeinanderfolgende Rennen eigentlich, aber fünf Stunden Zeitunterschied sind das Limit."

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