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Renault spart sich Token: Antriebsentwicklung möglich

Neben Mercedes hat sich auch Renault einigen Spielraum für die Antriebsentwicklung in der Formel-1-Saison 2015 gelassen: Nachteil mit nur zwei Teams?

(Motorsport-Total.com) - Die etablierten Antriebshersteller lassen sich offenbar einige Möglichkeiten für die weitere Entwicklung während der Formel-1-Saison 2015. Im Lager von Mercedes bleiben für das bald beginnende Rennjahr in der Königsklasse noch sechs oder sieben Token, bei Renault und Ferrari macht man bislang keine solch konkreten Angaben. "Wir haben noch einige Token für die Saison übrig, die wir sicherlich nutzen werden", sagt Renault-Motorenchef Remi Taffin.

Daniel Ricciardo

Der Renault-Antrieb im Red Bull RB11 lief bisher nicht immer rund Zoom

Die Antriebshersteller haben für dieses Jahr insgesamt 32 Token zur Verfügung. "Wir haben 25 oder 26 vor dem Saisonstart verbraucht", offenbarte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff am Freitag. Ein Katalog der FIA stellt dar, wie viele dieser Einheiten man für die jeweiligen Veränderungen am Antrieb einsetzen muss. Die Nutzung der Entwicklungsmöglichkeiten muss abgewägt werden. "Die Frage ist, wann wir die Token einsetzen", meint Taffin.

"Wir wissen, was wir in Melbourne haben werden und was wir im Laufe der Saison einsetzen wollen. Man muss aber den richtigen Zeitpunkt finden. Haben wir schon die beste Lösung, oder warten wir noch einen Grand Prix?", beschreibt der Franzose die Faktoren, die in das Spiel mit den Entwicklungsjetons hineinspielen. Im Kampf um den besten Antrieb könnte sich im Saisonverlauf eine Art Poker entwickeln. Was bringt mehr? Ein Blatt sofort ausspielen, oder warten, bis ein Gegner die ersten Karten aufeckt?

Optimierung des aktuellen Pakets als erster Schritt

"Wir haben den Antrieb auf Grundlage der 32 Token weiterentwickelt. Mittlerweile wissen wir, dass wir einige davon aufsparen können und warten daher mit dem Einbau neuer Teile, bis sie wirklich einsatzbereit sind", sagt der Renault-Chefentwickler. Auch ohne Token seien Verbesserungen möglich - durch die Optimierung des Betriebs. "Wir wollen bei jedem Rennen Fortschritte machen. Die richtige Einstellung für den Antrieb zu finden, ist keine Sache von ein, zwei Tagen. Wir sprechen da von Wochen oder manchmal Monaten."


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Im Gegensatz zu Ferrari (Sauber und Manor/Marussia als Kunden) und Mercedes (Williams, Force India und Lotus als Partner) hat Renault nur zwei Teams (Red Bull und Toro Rosso), die den Antrieb mit der Typenbezeichnung "Renault Energy F1-2015" einsetzen. "Das muss kein Nachteil sein", betont Taffin. "Ich würde eher sagen, dass es etwas einfacher ist, denn wir setzen dieselbe Spezifikation ein."

"Wenn wir vier Teams hätten, dann könnten wir zwar mehr Kilometer fahren, aber darum geht es nicht", meint der Franzose. "Wir haben mit den beiden Teams das geschafft, was wir erledigen mussten. Auch was die Motoreinstellungen betrifft ist es kein Nachteil, nur mit zwei Teams zu arbeiten, denn so hat man das Entwicklungs-Programm etwas besser unter Kontrolle."

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