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Renault: Probleme bei Toro Rosso überschaubar

Für die Renault-Teams verlief der Auftakt ins Rennwochenende von Suzuka zufriedenstellend - Nur Toro Rosso schlägt mit drei Motorenproblemen auf

(Motorsport-Total.com) - Ein paar Autos in den Barrieren, ein paar rauchende Antriebseinheiten und zwei rote Flaggen - der Start in das Rennwochenende zum Grand Prix von Japan gestaltete sich am Freitag äußerst ereignisreich. Bei Renault musste man sich dabei allerdings nur um Toro Rosso sorgen, die anderen Kundenteams blieben von technischer Seite her problemfrei. Dafür schlug der Fehlerteufel beim Red-Bull-Schwesterteam gleich dreimal zu.

Jean-Eric Vergne

Der STR9 von Jean-Eric Vergne musste gleich drei mal abgeschleppt werden Zoom

Ohne das Romain Grosjean über Funk erneut zu einem Fluch ausholen musste, konnte Lotus auch mit Pastor Maldonado ein normales Programm abspulen und sich von den Zeiten her auch wieder von Sauber absetzen. Caterham fuhr hinten Marussia um die Ohren und hatte mit Lokalheld Kamui Kobayashi nur einen Fahrfehler zu verzeichnen.

Auch bei Red Bull ging es einmal heftig neben die Strecke. Daniel Ricciardo verlor am Nachmittag die Kontrolle über seinen RB10 und musste den Rest der Einheit zuschauen. "Red Bull hat eine starke Pace in den Longruns gezeigt", bleibt Remi Taffin, Leitender Ingenieur von Renault an der Rennstrecke, aber zuversichtlich. "Wir haben bei Daniel natürlich nicht alle Checks durchführen können, aber wir konnten in insgesamt 80 Runden genug Daten sammeln, um die Leistung zu optimieren und die Lücke auf eine Runde zu schließen."

Auf die Plätze sieben und neun im ersten und die Ränge fünf und zehn im zweiten Freien Training lässt sich beim noch amtierenden Weltmeisterteam noch aufbauen. Zudem setzte es auch in den Longruns Top-10-Zeiten. Dort konnten sich selbst die Toro-Rosso-Piloten auszeichnen, obwohl in deren Garage ab Mittag einiges los war.


Fotos: Großer Preis von Japan, Freitag


Erst blieb Trainingsdebütant Max Verstappen, der am Vormittag für Jean-Eric Vergne fuhr, stehen, dann erwischte es "JEV" am Nachmittag gleich zweimal. "So etwas sollte nicht auf der Strecke passieren", räumt Taffin ein, "aber der ICE sollte ohnehin am Ende des Tages ausgetauscht werden, es hat unsere Pläne also lediglich etwas beschleunigt. Als JEV dann übernommen hat, gab es zwei Probleme, die aber nichts miteinander zu tun hatten - einmal mit der Benzinpumpe, was wir reparieren konnten und einmal mit der Elektronik, was am Ende die roten Flaggen hervorgebracht hat. Wir werden uns das über Nacht anschauen und sicherstellen, dass es morgen insgesamt besser läuft."

Der Abstand zu Mercedes (zwei Sekunden am Vormittag, 1,3 am Nachmittag) konnte wie in Suzuka erwartet unter trockenen Bedingungen nicht signifikant verkleinert werden. Die höchstwahrscheinliche Änderung der Wetterlage schon am Samstag könnte sich laut Taffin aber durchaus positiv auswirken: "Da morgen der Regen kommen und voraussichtlich bleiben soll, müssen wir wieder von vorne beginnen. Das muss aber kein Problem für uns bedeuten, sondern könnte eine Möglichkeit sein, wenn die Teams wieder näher aneinander rücken."

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