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Renault-Motor in Details verbessert

Der Renault-Motor wurde in Details verbessert, um eine höhere Zuverlässigkeit zu bieten und den Teams mehr Flexibilität beim Motorenkontingent zu verschaffen

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Renault seit zwei Jahren nur noch als Motorenlieferant in der Formel 1 auftritt, wurde das Team von Genii-Capital in den vergangenen beiden Jahren weiterhin unter dem Namen des französischen Herstellers geführt. Damit ist es nun vorbei. Der Rennstall firmiert künftig unter dem Namen Lotus. Renault rüstet neben Kimi Räikkönen und Romain Grosjean in der Saison 2012 weiterhin die Weltmeistermannschaft Red Bull, Caterham sowie neu Williams aus. Obwohl die Motorenentwicklung eingefroren ist, wurden die Triebwerke dennoch in Details weiterentwickelt.

Der Renault-Motor hat im Heck des Red Bull die WM gewonnen Zoom

Der V8 mit 2,4 Litern Hubraum hat in der vergangenen Saison seine Zuverlässigkeit bewiesen und im Heck des Red Bull die Weltmeisterschaft dominiert. Der RS27 hat etwas mehr als 750 PS und sorgt für eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 345 km/h. Das Triebwerk wiegt 95 Kilogramm und konnte im letzten Jahr die zehnfache Renndistanz abspulen. Innerhalb einer Saison dürfen lediglich acht Motoren eingesetzt werden. Die Zuverlässigkeit ist ein Schlüsselelement bei der Verteilung und dem Einsatz der Triebwerke im Laufe der 20 Rennwochenenden.

"Zu Beginn des Jahres erstellen wir einen idealen Plan, wie wir die Motoren einsetzen werden", sagt Remi Taffin, der an der Strecke die Einsätze der Motoren betreut. "Da nur acht Motoren erlaubt sind, muss man bestimmte Motoren dreimal verwenden. Man muss sichergehen, dass er immer die gleiche Leistung hat. Wir haben hier keine Bedenken, denn ein Motor brachte es auf eine Laufleistung von 3.000 Kilometern - ohne große Leistungseinbußen."


Fotos: Präsentation des Lotus-Renault E20


Der RS27 wird aus über 5.000 Einzelteilen zusammengebaut. Kleinigkeiten können zu einem Schaden führen. "Als Motorenhersteller wollen wir nicht vom idealen Szenario abweichen", so Taffin. "Deshalb arbeiten wir im Hintergrund ständig an der Zuverlässigkeit jedes einzelnen Teils. Das ist auch der Grund, warum Rneault-Sport die Fabrik in Viry-Chatillon weiterhin vorantreibt."

Für die neue Saison haben sich die Regeln etwas geändert. Die Auspuffendrohre müssen an der Oberseite der Verkleidung austreten und ihre Position ist bis auf kleine Details vorgeschrieben. Angeströmte Diffusoren gehören der Vergangenheit an. Auf Motorenseite hat das Auswirkungen, denn die Mappings mussten verändert werden. Das hat führt zu Veränderungen. Auf der einen Seite ändert sich der Benzinverbrauch, auf der anderen gewinnen die Motoren mehr Leistung.

Zuverlässigkeit erhöht

Renault schätzt den Leistungsgewinn durch den Verbot des "hot blowing" auf zehn bis 20 PS. In Monza könnten die Höchstgeschwindigkeiten mit aktiviertem DRS zwischen 345 und 350 km/h betragen. Renault hat sich über den Winter auch um andere Bereiche gekümmert. "Im Rahmen der technischen Regeln der FIA kann man Modifikationen bei der Installation des Motors ins Chassis vornehmen, damit die Zuverlässigkeit besser wird", sagt Axel Plasse, der Design-Chef bei Renault.

"Über den Winter haben wir daran gearbeitet, verschiedene Teile zu optimieren, damit sie konstanter in ihrer Einsatzzeit arbeiten. Dadurch wird die Konstanz unserer Motoren größer, egal wie viele Kilometer sie schon gelaufen sind. Ein Beispiel einer kleinen, aber signifikanten Veränderung haben wir bei den Pleueln vorgenommen. Die Pleuel zählen zu den Teilen im Motor, die am härtesten beansprucht werden."

"Für dieses Jahr haben wir das Gehäuse verstärkt. Da die Pleuel über die Kolben mit der Kurbelwelle verbunden sind, haben wir auch diese Teile verstärkt. Eine kleine Änderung auf einer Seite, kann auf die Zuverlässigkeit eine große Auswirkung haben. Deshalb haben wir auch die Kolben verstärkt, die eine der Schwachpunkte unseres Motors waren", schildert Plasse.

"Das sollte es uns erlauben, Motoren mit einer theoretisch unlimitierten Laufleistung für drei Rennwochenenden bereitzustellen. Das gibt uns Vorteile und Flexibilität über alle 20 Rennen in diesem Jahr." Da der Kalender ausgeweitet wurde, das Motorenkontingent aber gleich geblieben ist, müssen mehrere Triebwerke an drei Wochenenden eingesetzt werden. "Diese kleinen Veränderungen werden uns helfen, mehr Fahrbarkeit und Flexibilität zur Verfügung zu stellen", so Remi. "Das kann bei der Jagd um Punkte eine große Hilfe sein."

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