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Renault fordert mehr Anerkennung für Red-Bull-Erfolge

Red-Bull-Motorenpartner Renault fühlt sich ob der Erfolge des Teams nicht genügend gewürdigt - Marketingabteilung als erster Ansprechpartner

(Motorsport-Total.com) - Dass Sebastian Vettel dreimal hintereinander Weltmeister war, ist bekannt. Dass Red Bull auch dreimal in Folge Konstrukteursweltmeister war, weiß man auch. Doch dass Motorenhersteller Renault in dieser Zeit ebenfalls drei Titel auf der Erfolgsliste stehen hat, wird nicht so häufig kommuniziert. Und genau darüber ist man bei den Franzosen nicht besonders erfreut.

Christian Horner

Red Bull und Renault arbeiten in der Königsklasse eng zusammen Zoom

"Wir sind frustriert über den Mangel an Anerkennung, die wir dafür bekommen, dass wir Ferrari oder Mercedes geschlagen haben", beschwert sich Renaults Betriebschef Carlos Tavares gegenüber 'Autocar'. Doch um das Problem anzugehen, müsse man zumindest firmenintern bessere Arbeit leisten: "Ein Teil des Problems muss in unserer globalen Marketingabteilung liegen. Wir müssen mehr Aufruhr um unsere Aktivitäten betreiben", fordert Tavares.

Das hat vor zwei Wochen auch Alain Prost angesprochen: "Ehrlich gesagt wissen nicht so viele Leute, dass Renault die letzten drei Weltmeisterschaften mit Red Bull gewonnen hat", so der Franzose. "Das ist etwas, das ich nicht akzeptieren kann. Wir müssen das ändern. Die Leute müssen wissen, dass Renault beteiligt ist und warum Renault beteiligt ist."

So sieht es auch Tavares: "Wir sind Weltmeister", betont der Betriebschef weiter. "Dadurch sind wir in der Lage, Motoren an die Teams zu liefern, aber wir bekommen nicht genug Anerkennung dafür." Dass sich Red Bull jetzt mit Nissans Nobelmarke Infiniti brüstet, würde Renaults Situation nicht entgegenkommen, allerdings glaubt Tavares, dass man mit den anderen Partnern noch besser werden könnte. Neben Red Bull nutzen auch Williams, Lotus und Caterham Renault-Motoren. "Wir haben eine herzliche Beziehung mit all unseren Teams", stellt der Renault-Chef heraus.

"Frank Williams wird bei Renault hoch geschätzt", erzählt er weiter. "Nicht nur für seine Meisterschaften und Siege, die er mit uns in der Vergangenheit geholt hat, sondern vor allem für seine Bescheidenheit und seine Persönlichkeit." Mit Lotus hätte man durch den Enstone-Faktor historische Verbindungen. "Und Caterham ist unser Gemeinschaftspartner beim Sportwagenprojekt von Alpine", so Tavares. Somit hätten alle drei Teams besondere Verbindungen zu Renault. "Das zählt. Vielleicht können wir mit Red Bull eines Tages auch so einen Punkt erreichen."

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