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Renault: Abknickende Formkurve als "Kollateralschaden" des Titelkampfes

Weil Ferrari und Mercedes ihre Antriebe unter Hochdruck weiterentwickelten, sei Renault im Duell mit den Kunden der Topteams zurückgefallen, meint Cyril Abiteboul

(Motorsport-Total.com) - Die Renault-Werksmannschaft ist überzeugt, dass sie wegen des Formel-1-Titelkampfes in der Saison 2018 zwischen Mercedes und Ferrari den Anschluss an die Mittelfeld-Konkurrenz verloren hätte. Wie Teamchef Cyril Abiteboul 'Motorsport-Total.com' sagt, hätten Haas, Sauber und Force India als Kunden der beiden Antriebshersteller von einem "Wettrüsten" zwischen den Topteams profitiert.

Nico Hülkenberg, Charles Leclerc

Renault und Nico Hülkenberg wolllen in Zukunft mehr für den Antrieb tun Zoom

Der Franzose folgert: "Meiner Meinung nach sind wir fast ein Kollateralschaden. Wir erleben derzeit, wie es sich auswirkt, dass Ferrari zu einem bestimmten Zeitpunkt die Überhand hatte und Mercedes mit einem starken Entwicklungstempo aufholen musste." Renault stünde dagegen isoliert da und könne aufgrund der stark verbesserten Antriebe seiner Gegner nicht mit dem Chassis glänzen.

Denn aerodynamisch - davon ist Abiteboul überzeugt - hätte Renault zugelegt. "Aber nicht so, dass es sich kompensieren lässt, wie viel die Topteams in Sachen Motor getan haben. Seit dem Rennen in Montreal (seit Juni; Anm. d. Red.) fahren wir mit der identischen Ausbaustufe. Dazu holen wir nicht alles aus unserem Auto heraus, weil wir auf so vielen verschiedenen Gebieten etwas tun."

Heißt: Renault muss durch viele Änderungen am R.S.18 immer wieder Teile novellieren, deren Entwicklung schon abgeschlossen war - weil sie mit anderen Überarbeitungen nicht korrespondieren.

Für 2019 hat sich das Werksteam laut Abiteboul vorgenommen, den Antrieb aggressiver zu entwickeln und so eine Situation wie die aktuelle zu vermeiden. "Was aber das Chassis angeht, müssen wir akzeptieren, dass es sich um ein langfristiges Projekt bandelt und Enstone sehr schnell gewachsen ist." In der Teamfabrik müssten die jüngsten Verstärkungen und Umstrukturierungen erst noch zu wirken beginnen - allen voran die Installation Marcin Budkowskis als Technikchef.

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