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Reifenhersteller blicken auf die ungarische Hitzeschlacht

Auch in diesem Jahr dürften die heißen Temperaturen in Budapest dem "schwarzen Gold" ziemlich zusetzen

(Motorsport-Total.com) - Mit einem Schnitt von rund 180 km/h ist der 3,976 Kilometer lange Hungaroring die zweitlangsamste Strecke im Rennkalender, die heißen Temperaturen und die zahlreichen Kurven sorgen für einen überdurchschnittlich hohen Reifenverbrauch: "Die Herausforderung von Ungarn ist es, Reifen zu entwickeln, die weich genug sind, um gute Haftung auf dem rutschigen Asphalt zu bieten, die aber auch ausreichend haltbar und konstant sind, um über die Renndistanz eine gute Leistung zu zeigen", so Hisao Suganuma, der Technische Manager von Bridgestone.

Reifen

In Ungarn kommt auf die Reifen eine Belastungsprobe zu

"Am Freitag ist der staubige Asphalt besonders wenig haftend, bis er sauber gefahren wurde und sich ein wenig Gummi abgelegt hat. Die Reifen müssen in der Lage sein, die zusätzliche Hitze auszuhalten, die durch Über- und Untersteuern erzeugt wird - ein konstant arbeitender Reifen ist der Schlüssel zum Erfolg bei diesem Rennen, wohingegen die Abnutzung eigentlich das kleinere Übel ist."

Glaubt man den Einschätzungen der unabhängigen Experten, so ist der Michelin-Reifen bei Hitze dem Bridgestone-Pneu überlegen, was Suganuma natürlich anders sieht: "Es stimmt nicht, dass wir im Vergleich zu unserem Wettbewerber unter heißen Bedingungen weniger gut sind, da Autos auf Bridgestone-Reifen in diesem Jahr Rennen unter extrem heißen Bedingungen gewonnen haben."

"Unsere Reifen für Ungarn sind die selben, die bei heißen Rennen schon exzellente Leistungen gezeigt haben. Einen Reifen kennen unsere Teams sehr gut, der andere ist ein wenig anders, ihn könnten einige Fahrer und Teams für diese Strecke bevorzugen. Wie so oft ist es auch hier die Herausforderung, die richtige Balance zwischen Haftung und Haltbarkeit herauszubekommen", so der Technische Direktor der Japaner abschließend.

Pierre Dupasquier, der Motorsportdirektor von Michelin, blickt nach dem letzten Sieg positiv nach vorne, denn die Reifen hatten in Hockenheim hervorragend funktioniert, selbst die Benetton-Renault konnten in die Punkte fahren: "Unsere Suche nach Grip bei den Reifenkomponenten kann zu Verlusten bei der Haltbarkeit führen. In der letzten Saison schien eine Zwei-Stopp-Strategie die beste Lösung zu sein. Was die Reifen angeht, so werden relativ kurze Distanzen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 180 km/h gefahren, was das zweitlangsamste Rennen nach Monaco ist."

"Des weiteren ist dies ein Kurs, auf dem das Überholen viel schwieriger als gewöhnlich ist und die Startpositionen werden das Endergebnis aus diesem Grund sehr stark beeinflussen. Die zwei Reifenmischungen, die wir für diese Strecke entwickelt haben, müssen es uns erlauben, sowohl mit warmen als auch kühleren Bedingungen zurecht zu kommen." Projekt-Manager Pascal Vasselon rechnet an diesem Wochenende sogar mit dem einen oder anderen Regenschauer und ist zuversichtlich, dass man dieses Mal gute Regenreifen mit dabei haben wird.

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