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  • 25.08.2016 · 09:18

Regeländerungen 2017: McLaren hat vor Red Bull Angst

McLaren-Rennleiter Eric Boullier glaubt, dass Red Bull die Regeländerungen in der Formel 1 für die Saison 2017 am besten umsetzen kann

(Motorsport-Total.com) - Durch die Regeländerungen für die Saison 2017 dürfte sich das Kräfteverhältnis in der Formel 1 verschieben. Vor allem für ein Team wie McLaren, das aktuell nicht zur Spitze der Formel 1 zählt, sei das eine Chance, die Lücke nach vorne zu schließen, glaubt Rennleiter Eric Boullier. Es ist gut, dass wir mit einem weißen Blatt Papier anfangen konnten", so der Franzose gegenüber 'Autosport'.

Daniel Ricciardo

Kehrt Red Bull dank der Regeländerungen wieder an die Spitze zurück? Zoom

"Ich weiß, dass wir ein gutes Auto bauen können, deshalb haben wir auf die Änderungen gedrängt. Vielleicht können wir so die Lücke weiter schließen", so die Hoffnung des Rennleiters. Allerdings erwartet Boullier wie auch Mercedes-Sportchef Toto Wolff, dass die Regeländerungen einem Konkurrenten noch mehr in die Karten spielen werden. "Ich habe mehr Angst vor Red Bull als vor den anderen, denn sie wissen, wie man ein Auto entwickelt."

Die Autos des Jahrgangs 2017 sollen pro Runde mehrere Sekunden schneller werden. Neben breiteren Reifen soll vor allem mehr Abtrieb, der über einen größeren Unterboden und einen breiteren Heckflügel generiert wird, zum Zeitgewinn beitragen. Insgesamt spiele die Aerodynamik zukünftig eine wichtigere Rolle, wie die McLaren-Ingenieure jetzt schon bei der Arbeit am nächstjährigen Auto erleben. "Hat man früher pro Woche im Windkanal einen Punkt gefunden, sind es jetzt zehn! Jedes Mal, wenn man etwas ausprobiert, gewinnt man eine Menge dazu", sagt Boullier.

Durch die Regeländerungen wird nach Einschätzung des McLaren-Rennleiter auch das fahrerische Talent wieder eine größere Rolle spielen und Feld dadurch entzerrt werden. "Im nächsten Jahr werden wir wieder größere Unterschiede zwischen den Fahrern sehen, denn die Autos werden in den Kurven schneller sein", so Boullier. "Die besten Fahrer werden damit besser zurechtkommen, die Spitze wird sich absetzen."