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Red Bull jubelt über vierten Saisonsieg

Red Bull feierte den Sieg von Sebastian Vettel im harten Duell gegen McLaren-Pilot Lewis Hamilton - Mark Webber wurde in Barcelona von Fernando Alonso aufgehalten

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel hat in Spanien seinen vierten Saisonsieg gefeiert, doch eine Spazierfahrt war es keineswegs. Noch im Qualifying war Red Bull überlegen, doch am Start überrumpelte Ferrari-Pilot Fernando Alonso beide "Bullen" und ging in Führung. Nach den ersten Boxenstopps kristallisierte sich Lewis Hamilton im McLaren als härtester Gegner für den Deutschen heraus. Bis ins Ziel klebte der Chrompfeil am Heck des Weltmeisters, doch es gab keinen Weg vorbei.

Sebastian Vettel

Weltmeister Sebastian Vettel hat zum ersten Mal in Barcelona gewonnen Zoom

"Es war heute ziemlich hart. Zu Beginn des Rennens dachte ich, dass ich einen guten Start hatte, aber ich weiß nicht, woher Fernando plötzlich kam", schildert Vettel die Anfangsphase. "Er ist 16 Meter hinter mir gestartet und schon bei der Hälfte der Anfahrt zu Kurve eins lag er neben mir. Er hat Mark innen überholt und ich außen, also lag er in Führung. "Ich kam dann nicht nahe genug an Fernando heran, um DRS aktivieren zu dürfen, aber wir haben ihn beim Boxenstopp kassiert."

"Bereits früh haben alle versucht, die weichen Reifen loszuwerden, also blieb noch die Hälfte des Rennens mit der härteren Mischung. McLaren hat stark ausgesehen. Sie sind länger draußen geblieben. Diese Strategie hat sie hinter uns auf Platz zwei gebracht. Von da an wusste ich, dass es sehr eng werden würde."

"Die letzten zehn Runden haben sich wie in China angefühlt. Meine Reifen haben stark abgebaut und ich habe gebetet, dass das bei Lewis auch der Fall sein würde, denn er holte stark auf und war anscheinend schneller, speziell im letzten Sektor. Am Ende der Geraden war er direkt in meinem Rückspiegel. Man weiß also nicht, ob man verteidigen muss oder nicht."


Fotos: Red Bull, Großer Preis von Spanien, Sonntag


"Es war sehr eng, aber in den letzten beiden Runden habe ich den Sieg klargestellt. KERS war ein und aus. Deshalb habe ich viel mit der Bremsbalance gespielt. McLaren und speziell Lewis haben uns heute eine harte Zeit beschert. Wenn man die Ziellinie überfährt ist das eine Erleichterung. Man weiß, dass man es geschafft hat. Ich bin sehr, sehr glücklich. Das ist ein gutes Resultat und nach den Ergebnissen im Qualifying die Bestätigung, dass wir stark sind. McLaren und Ferrari pushen sehr hart."

Teamkollege Webber präsentierte sich das ganze Wochenende über stark. Seinen Vorjahressieg konnte er allerdings nicht wiederholen. Gleich am Start verlor der Australier zwei Plätze und kämpfte lange mit Alonso. Schließlich wurde es der vierte Platz. "Mein Start war nicht schrecklich, aber Fernando ist phänomenal weggekommen."

"Dadurch ist es nicht so wie geplant verlaufen und es entwickelte sich ein Schachspiel. Alle haben auf die Boxenstopps der Gegner reagiert und ich bin kaum ein richtiges Rennen auf der Strecke gefahren", sagt Webber. "Ich bin 40 Sekunden hinter Lewis und Seb ins Ziel gekommen. Es war ein interessanter Tag, der gezeigt hat wie klein die Abstände sind. Wir sind frustriert wegen Fernando, denn er ist immer dann an die Box gefahren, wenn wir es geplant hatten. Zu manchen Zeitpunkten war ich heute schnell, an anderen nicht."

Teamchef Christian Horner fieberte in den letzten Runden an der Boxenmauer mit. "Das war ein sehr aufregendes Rennen. Ich glaube, wir waren alle überrascht, dass Fernando in der ersten Kurve in Führung gegangen ist. Das hat die Dynamik des Rennens verändert. Er war nicht besonders schnell und hat den Rest aufgehalten. Wir konnten mit Sebastian vorbeiziehen, aber leider nicht mit Mark, denn Ferrari hat genau das getan, was wir gemacht haben", ärgert sich Horner.

"Es war eine Kombination aus Teamarbeit und Strategie. Sebastian musste an Jenson und Massa vorbei, damit unsere Strategie aufgehen konnte. Es war ein Risiko, aber wir haben uns dafür entschieden und es ist aufgegangen. Genau darum geht es. Leider musste Mark die erste Rennhälfte in den Auspuff von Fernando blicken. Um vorbeizugehen, haben wir einen Boxenstopp vorgetäuscht, auf den sie hereingefallen sind. Es war frustrierend für Mark."

Bei den Motoren gab es überhaupt keine Probleme, wie Renault-Techniker Cyril Dumont bestätigt. "Es war ein hartes Rennen. Ich glaube, es war das schwierigste der Saison. Für das Team war es wieder ein tolles Resultat. Schade, dass Mark nicht auf das Podium kam. Er hat aber eine gute Arbeit geleistet und mit Platz vier wertvolle Punkte für das Team geholt. Die nächste Woche wird sehr wichtig. Mark liebt Monaco. Hoffentlich haben wir dort wieder gute Resultate."

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