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Red-Bull-Fahrer 2017: Daniel Ricciardo gilt als gesetzt

Red-Bull-Teamchef Christian Horner will Daniel Ricciardo langfristig behalten: "Den geben wir nicht her" - Toro-Rosso-Youngster machen Druck auf Daniil Kwjat

(Motorsport-Total.com) - Nicht die Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen sind in der aktuellen Formel-1-Weltmeisterschaft 2016 die ersten Verfolger der beiden Silberpfeile, sondern Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo. Der Australier liegt nach drei vierten Plätzen in Folge derzeit mit 36 Zählern auf dem dritten Rang der Gesamtwertung, auf Weltmeister Lewis Hamilton fehlen ihm nur drei WM-Punkte. Ricciardo ist derzeit in Topform und daher interessant für andere Topteams.

Daniel Ricciardo

Gilt auch für 2017 bei Red Bull als gesetzt: Der Australier Daniel Ricciardo Zoom

"Er liefert eine Performance ab, an die wir uns regelrecht schon gewöhnt haben", sagt Teamchef Christian Horner. "Er ist bislang in dieser Saison herausragend gefahren. Man sieht, dass sein Selbstbewusstsein ohne Grenzen ist. Er ist extrem talentiert", meint der Brite. "Er ist auf einem Level mit den Allerbesten. Bei allem Talent passiert fast alles ganz natürlich bei ihm. Er hat alle Qualitäten, um in Zukunft ein Champion zu sein. Und ich hoffe, er wird dieses Ziel gemeinsam mit uns erreichen."

Ricciardo war mehrfach als möglicher Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Ferrari gehandelt worden. Es gab laut Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko Angebote "von roten und silbernen Teams" für den Australier. "Wir haben Verträge über mehrere Jahre", sagt Teamchef Horner, "daher machen wir uns keine Sorgen, dass wir ihm verlieren könnten. Wir haben in ihn investiert, das sollte man bei Red Bull dann auch nutzen." Klartext: Ricciardo ist auch für die Saison 2017 ans Team aus Milton Keynes gebunden.

Was passiert mit Max Verstappen zur Saison 2017?

Red Bull verfolgt mit dem Juniorenprogramm seit vielen Jahren eine konstante Strategie. Toptalente aus den Nachwuchsformeln werden frühzeitig unter Vertrag genommen, die weitere Karriere bis hin zur GP2 oder der ehemaligen Renault-World-Series finanziert, aber dann an der Pforte zur Formel 1 konsequent ausgesiebt. Die ersten Erfahrungen in der Königsklasse dürfen die handverlesenen Talente bei Toro Rosso sammeln, bevor anschließend womöglich der Sprung zu Red Bull ansteht.

Diesen Weg haben Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo und auch der aktuelle Einsatzpilot Daniil Kwjat durchlaufen. Der Russe ist derjenige, der nun gewaltig unter Druck steht. Aus dem Lager von Toro Rosso setzen sich Max Verstappen und Carlos Sainz in Szene. Die Youngster wollen die nächste Stufe erklimmen. "Abgesehen von den Ergebnissen kümmert sie wenig, was du machst. Gewinnst du, dann werden sie dich immer unterstützen", sagt Sainz, der seit seinem 15. Lebensjahr von den "Bullen" gefördert wird.


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Allerdings ist nicht der Spanier der Favorit auf einen Aufstieg in die A-Mannschaft der Österreicher. Max Verstappen gilt als Mann der Zukunft, der Niederländer steht sogar auf der Wunschliste von Ferrari. "Verstappen ist wirklich sehr schnell. Das ist eine Tatsache", erklärt Helmut Marko, der den Weg der Red-Bull-Talente intensiv verfolgt. "Er gewinnt an Erfahrung und wird in allen Bereichen besser, vor allem bei der Konstanz. Er ist auf dem richtigen Weg."

Die klaren Worte des Österreichers deuten an, auf welches Talent Red Bull für die Zukunft setzt. "Aber es ist noch zu früh, um über die Fahrerpaarungen für das kommende Jahr zu sprechen. Normalerweise fangen wir damit erst nach der Sommerpause an. Dann kommt das Thema wahrscheinlich auf den Tisch", sagt Marko. "Im August beraten wir, anschließend in Spa werde ich es dann allen erzählen." Der Red-Bull-Motorsportchef schließt auch einen Verbleib von Kwjat im Team nicht aus. "Er macht sich gut. Alles fein", so Marko.

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