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Red-Bull-Cockpit: Ricciardo will "noch nicht feiern"

Obwohl sein anscheinend größter Konkurrent um das Red-Bull-Cockpit nicht mehr im Rennen sein soll, will Daniel Ricciardo noch keinen Sekt aufmachen - Vergne gibt auf

(Motorsport-Total.com) - "Ich habe gelernt: Bis etwas unterschrieben ist, ist nichts jemals fest", winkt Daniel Ricciardo auf die erwartete Frage nach dem Red-Bull-Cockpit ab. Noch sei überhaupt nichts entschieden, meint der Australier und bestätigt damit die Aussagen seines vielleicht zukünftigen Rennstalls, dass man in Spa nichts bekanntgeben werde. "Vielleicht nehmen sie sich mehr Zeit zum beurteilen, um sicherzustellen, dass es die richtige Person ist, die sie im nächsten Jahr ins Auto setzen", zuckt Ricciardo jedenfalls mit den Schultern.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardos Lachen scheint an diesem Wochenende wie festgefroren Zoom

Doch der Toro-Rosso-Pilot gibt sich geduldig: "Ich werde es vor dem 31. Dezember wissen", lacht er und wollte ansonsten keine genaue Deadline setzen. Es sind aufregende Tage für den 24-Jährigen. Der Australier mit dem großen Lächeln steht vielleicht vor dem wichtigsten Wechsel seiner Karriere. Glaubt man den Aussagen von Kimi Räikkönens Manager, dann hat sich auch der größte Konkurrent aus dem Cockpit-Poker verabschiedet.

Hält Ricciardo also schon den Royal Flush in der Hand? Wohl nicht ganz, denn noch fühlt sich der Red-Bull-Junior nicht sicher. Auch die Konkurrenz könnte nämlich noch ein gutes Blatt auf der Hand oder ein Ass im Ärmel haben. Seinem derzeitigen Teamkollegen Jean-Eric Vergne rechnet er jedenfalls noch gute Chancen auf den Aufstieg aus. "Solange nichts feststeht, werde ich nicht feiern", bekräftigt er.

Vergne: Kein Platz im Kopf für Red Bull

Vergne selbst hat sich hingegen wohl schon damit abgefunden, dass er keine Rolle mehr in der Vergabe des Cockpits spielen wird. "Ich möchte nicht so viel darüber nachdenken", winkt der Franzose ab. "Ich glaube an unsere Chancen auf ein gutes Auto im nächsten Jahr - egal ob bei Red Bull oder bei Toro Rosso. Aber wenn ich bei Toro Rosso sein sollte, bin ich sicher, dass wir ein gutes Auto haben werden."

Anscheinend ist sich der 23-Jährige schon sicher, dass er nächstes Jahr ein Auto namens STR9 pilotieren wird. Denn die Zusage bei Toro Rosso hat er schon, sollte es für ihn nicht zum Aufstieg reichen. "Ich bin absolut nicht besorgt", meint er. "Natürlich wünsche ich mir als Fahrer, dass ich ein siegfähiges Auto haben kann, aber ich werde mehr als glücklich sein, weiter bei Toro Rosso zu fahren", klingt es fast so, als würde der Franzose im Kampf um das Bullen-Cockpit resignieren.


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Belgien, Pre-Events


Auf jeden Fall streut er seinem aktuellen Team im Zweifelsfall schon einmal Rosen: "Es ist ein gutes Team, das besser und besser wird. Wir haben eine neue Fabrik und viele gute Leute, die zu uns stoßen. Ich bin glücklich, wo ich bin." Fragen über Red Bull und das kommende Jahr hört Vergne da derzeit weniger gerne: "Ich versuche mich, zu 100 Prozent auf meine Saison und die restlichen Rennen zu konzentrieren", blockt er ab.

Ricciardo will auf der Strecke sprechen

Auch Ricciardo weiß, dass noch viele Rennen in diesem Jahr anstehen, die er mit Toro Rosso zu absolvieren hat. Und da er den Deal auch nicht beschleunigen kann, wartet Ricciardo einfach die Entscheidung ab - mehr könne er sowieso nicht tun. Von Gesprächen mit Christian Horner oder Helmut Marko werde es nicht besser. "Ich glaube nicht, dass Anflehen seine Meinung ändern wird. Wo ich punkten kann, ist auf der Strecke", weiß der Toro-Rosso-Pilot.

Jean-Eric Vergne, Sebastian Vettel

Jean-Eric Vergne und Sebastian Vettel werden 2014 wohl keine Teamkollegen Zoom

Und da liegt er punktemäßig sogar mit 11:13 gegen seinen französischen Teamkollegen zurück. "Im Qualifying habe ich ein paar Vorteile, wenn man die Zahlen vergleicht", verteidigt er sich. "Sonntag ist es anders - manchmal hat er bessere Wochenenden, manchmal ich." Doch Red Bull hat schon anklingen lassen, dass im Zweifel die Erfahrung den Ausschlag zugunsten des Australiers geben könnte.

Das Bier am Strand, bei dem man ihm den Telefonhörer mit dem entscheidenden Anruf reicht - so das Idealszenario für Ricciardo - muss auf jeden Fall noch etwas warten. Dennoch läuft der Toro-Rosso-Pilot schon jetzt mit einem großen Grinsen im Gesicht herum. Weiß er etwa schon mehr? "Nein, ich bin glücklich, wieder Rennen fahren zu können", lächelt der 24-Jährige vielsagend.

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