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Ralf Schumacher über Carlos Sainz: "Das war schon fast peinlich"

Carlos Sainz verliert in Silverstone in nur wenigen Kurven drei Plätze - Experte Ralf Schumacher findet das "peinlich", er selbst verweist auf seine deutlich älteren Reifen

(Motorsport-Total.com) - Carlos Sainz lieferte beim Formel-1-Rennen in Silverstone eine der Szenen des Rennens - allerdings in negativer Hinsicht. In den Runden 43 und 44 verlor der Spanier innerhalb weniger Kurven gleich drei Plätze an Sergio Perez, Alexander Albon und Charles Leclerc.

Titel-Bild zur News: Carlos Sainz beim Formel-1-Rennen in Silverstone 2023

Carlos Sainz war auf den alten harten Reifen am Ende chancenlos Zoom

Sogar Pierre Gasly zog kurz danach auch noch an Sainz vorbei, doch zumindest gegen den Alpine konnte der Spanier noch kontern und seinen zehnten Platz so behalten. Auf dieser Position beendete der Ferrari-Pilot das Rennen schließlich auch.

"Sainz war komplett von der Rolle als er überholt wurde, das war schon fast peinlich", bewertet Ralf Schumacher die Szene bei 'Sky'. Sainz selbst erklärt die Situation damit, dass er deutlich ältere Reifen als die anderen Piloten um sich herum gehabt habe.

Grundsätzlich denke er nämlich, "dass ich ein ganz ordentliches Rennen gefahren bin", betont er und erklärt, er habe zunächst einen langen Stint auf den Medium-Reifen und nach seinem Boxenstopp in Runde 26 eine "sehr starke Pace" auf den harten Reifen gehabt.

Doch genau das war das Problem, denn in Runde 33 kam kurz danach das virtuelle und später das echte Safety-Car. "Dann kam das Safety-Car zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für mich, denn ich hatte keine Reifen mehr", erklärt der Spanier.

Safety-Car: Sainz zwischen Pest und Cholera

Sainz steckte in der Zwickmühle, denn ein weiterer Boxenstopp hätte ihn laut eigener Aussage auf Platz zehn zurückgeworfen. Ohne Stopp wäre er zwar deutlich weiter vorne gewesen, hätte aber eben ältere Reifen als fast alle anderen Fahrer gehabt.

Es sei eine 50:50-Entscheidung gewesen, erklärt er. "Darum habe ich es dem Team überlassen", so Sainz. Letztendlich entschied sich Ferrari gegen einen Stopp, was laut Sainz die "riskantere" Variante" war, auch wenn er so nach dem Ende der Safety-Car-Phase zunächst Siebter war.

Er betont allerdings, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen sei, bis ihn Perez überholen würde. "Ich habe mein Bestes getan, um mich in dieser Position zu halten. Letztendlich war aber klar, dass ich bald weg vom Fenster sein würde", zuckt Sainz die Schultern.


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"Ich bin mit einem gebrauchten harten Reifen gegen frische Medium- und Soft-Reifen gefahren", erinnert er und betont, er habe seine Sache "ziemlich gut" gemacht, bis ihn Perez schließlich als erster Pilot überholte. Danach setzte die Abwärtsspirale ein.

Sainz betont: Pace war ohnehin "nicht besonders gut"

Denn bei der Aktion seien seine Reifen etwas dreckig geworden, und dann hätten ihn auch noch die anderen Fahrer dahinter aufgefressen. "Gegen Perez ist er dann etwas zu weit rausgekommen und hat Positionen verloren", bestätigt Teamchef Frederic Vasseur bei 'Sky'.

Klar ist allerdings, dass es auch ohne das Safety-Car kein absolutes Topergebnis für Sainz geworden wäre. "Die Strategie war gar nicht so schlecht, aber unsere Pace war nicht besonders gut. Gegen Mercedes und McLaren hätten wir uns mehr erwartet", erklärt er.

"Platz fünf bis sieben war drin, aber dann kam das Safety-Car und ich hatte keinen Reifen mehr übrig", erklärt er und betont, dass es sehr windig und das Auto damit wieder sehr schwer zu fahren gewesen sei. "Bei diesen Bedingungen ist es sehr schwer, konstant zu sein", so Sainz.


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Am Ende war es mit Platz zehn das zweitschlechteste Saisonergebnis für den Spanier. Noch weiter hinten ist er bislang lediglich in Australien gelandet, wo er wegen einer Zeitstrafe noch komplett aus den Punkten fiel.

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