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Ralf Schumacher: Hülkenberg "Wunschkandidat Nummer 1" für Red Bull

Ralf Schumacher glaubt nach einem hochinteressanten Interview mit Helmut Marko, dass Nico Hülkenbergs Chancen auf ein Red-Bull-Cockpit besser sind als gedacht

(Motorsport-Total.com) - Ralf Schumacher glaubt, dass Nico Hülkenberg "Wunschkandidat Nummer 1" von Red Bull für das Cockpit an der Seite von Max Verstappen ist. Zu dieser Analyse kommt der Formel-1-Experte nach einem Interview mit Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko, das vor dem Grand Prix von Portugal in Portimao für den Pay-TV-Sender 'Sky' aufgezeichnet wurde.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg: Stehen seine Chancen bei Red Bull besser als gedacht? Zoom

Hülkenberg hatte seine Chancen auf das Red-Bull-Cockpit unmittelbar nach seinem erneuten Renneinsatz für Racing Point am Nürburgring als "sehr, sehr klein" eingeschätzt - mit der Begründung: "Wir wissen ja aus der Vergangenheit, dass Red Bull immer zu seinem Red-Bull-Fahrerkader steht."

Aber im Interview mit Schumacher gibt Marko erstmals offen zu, dass sich Red Bull "außerhalb unseres Kaders umsehen" muss, "sollte Albon nicht die Erwartungen erfüllen. Dann kommen wir eh wieder zu entweder Perez oder Nico Hülkenberg. Da sind wir so stark und springen über unseren Schatten."

Red Bulls offizielle Wortwahl in Bezug auf Albon wird von Woche zu Woche unverbindlicher. "Wenn die Weiterentwicklung schafft, dass er sich stetig verbessert, dann ist er ein Kandidat für unser Auto 2021", sagt Marko inzwischen nur noch. Und er gibt zu: "Das, was Albon fehlt, ist die Konstanz."

"Aber wir sind uns klar, dass wir im nächsten Jahr, wenn wir um die WM fahren wollen, Konstanz brauchen", stellt der Österreicher klar. Solange Albon nicht konstante Leistungen abrufen kann, sei er ein Unsicherheitsfaktor, "den wir uns, wenn wir um die WM fahren wollen, nicht leisten können".


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Dazu kommt, dass Max Verstappen nach einem Teamkollegen schreit, der ihn fordern und zu Höchstleistungen pushen kann. Ein Punkt für Hülkenberg, findet Schumacher: "Bei Red Bull weiß man Ricciardo einzuschätzen, und man hat Vergleiche angestellt. Nicht zu vergessen die menschliche Komponente. Max und Nico mögen sich sehr gern."

"Ich persönlich glaube", sagt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger bei 'Sky', "dass das der Wunschkandidat Nummer 1 ist. Aus mehreren Gründen. Zum ersten ist Red Bull nicht unbedingt auf das Geld angewiesen. Sergio Perez ist natürlich auch ein starker Fahrer, aber Nico ist unglaublich stark zurückgekommen."

"Dazu kommt: Ich habe nicht alle Zahlen vor mir liegen, aber ich weiß, dass sich Red Bull im Verhältnis auf dem deutschen Markt immer schon etwas schwerer getan hat. Das heißt, ein sympathischer deutscher Fahrer, der einen Namen hat - und Nico ist nun mal bekannt -, würde durchaus Sinn machen."

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