powered by Motorsport.com

Räikkönen: Vorfreude auf den Ritt auf der Rasierklinge

Kimi Räikkönen erklärt, warum er sich in diesem Jahr ganz besonders auf den Grand Prix im Fürstentum Monaco freut - Ferrari ohne Updates für den F14 T

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix von Monaco gilt als die Perle im Formel-1-Kalender. Der enge, von Leitplanken gesäumte Kurs, die Historie, der Glamour der Stadt - all das macht Monaco zu einem unvergleichlichen Ort für die Grand-Prix-Gemeinde.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen, Monaco-Sieger 2005, freut sich diebisch auf die 2014er-Stadtrundfahrt Zoom

Entsprechend groß ist alljährlich im Mai die Vorfreude auf das Fürstentum. "In dieser Saison gilt das ganz besonders", meint Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen und begründet: "Mit den Autos der neuen Generation dürfte es besonders interessant werden. Diese Autos geraten schnell ins Rutschen. In Monaco gibt es aber neben der Ideallinie nicht viel Platz."

"Die Strecke ist einzigartig. Du musst von der ersten bis zur 78. Runde dein Bestes geben. Auf diesem Kurs ist es schwierig, keine Fehler zu machen. Es ist aber umso befriedigender, wenn es gelingt. Du darfst dir einfach keinen Fehler erlauben, denn wenn einer passiert, bedeutet das normalerweise das Ende deines Arbeitstages", weiß Räikkönen, der den Monaco-Grand-Prix im Jahr 2005 für McLaren gewann.

Ferrari kommt ohne Updates nach Monaco

Eine besondere Bedeutung kommt in den Straßen von Monte Carlo dem Qualifying zu. Auf diesem Gebiet tat sich Ferrari bei den ersten fünf Saisonläufen schwer. Für das Rennen ist Räikkönen daher optimistischer als für die Zeitenjagd am Samstag.

"Der F14 T wird Schritt für Schritt verbessert. Ich bin sicher, dass die Ergebnisse kommen werden. Wir müssen aber alles geben, um sie auch einzufahren", so der "Iceman", der im Anschluss an den Grand Prix von Spanien in Barcelona blieb, um an den dortigen Testfahrten teilzunehmen.

Kimi Räikkönen, Fernando Alonso

Räikkönen und Teamkollege Alonso fahren mit der Barcelona-Spezifikation Zoom

Ferraris stellvertretender Chefdesigner Simone Resta betont, dass der Monaco-Grand-Prix aufgrund seiner Einzigartigkeit auch für die Techniker heraussticht: "Die Beanspruchung ist auf diesem Kurs eine völlig andere. Deshalb weicht dieses Rennen von unserem normalen Entwicklungsprogramm ab. Für die auf Monaco folgenden Rennen in Kanada, Österreich und Großbritannien arbeiten wir in Maranello gerade an zahlreichen Updates."

Soll heißen, dass die Scuderia für den Grand Prix im Fürstentum kein spezielles Update-Paket dabei hat. Stattdessen wird man sich "auf spezifische Setup-Arbeit in Bezug auf das Rollverhalten des Autos konzentrieren", wie Resta erklärt. Ziel soll es sein, den Fahrern Räikkönen und Fernando Alonso soll viel mechanischen Grip wie möglich für den unebenen Stadtkurs an die Hand zu geben.

Auch Reifenlieferant Pirelli trägt dazu bei, den Fahrern möglichst viel Grip zur Verfügung zu stellen. Die Italiener haben für Monaco die beiden weichsten Mischungen im Sortiment (Soft und Supersoft) ausgewählt.