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Räikkönen übt scharfe Kritik an Hamilton

Kimi Räikkönen "kann nicht glauben", dass Lewis Hamilton die rote Ampel in Kanada übersehen hat - Angst vor Robert Kubica hält sich in Grenzen

(Motorsport-Total.com) - Drei Tage nach dem Grand Prix von Kanada kann Kimi Räikkönen immer noch nicht glauben, dass er nach seinem Boxenstopp während der Safety-Car-Phase am Ausgang der Boxengasse von Lewis Hamilton abgeschossen wurde. Und der amtierende Weltmeister machte nach seiner anfänglichen Zurückhaltung nun erstmals seinem Ärger Luft.

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen ist nicht begeistert über Lewis Hamiltons kuriosen Rammstoß Zoom

"Ich kann nicht glauben, dass dich jemand treffen kann, wenn du Seite an Seite mit einem anderen Auto vor einer roten Ampel wartest", erklärte Räikkönen. "Ich kann nicht glauben, dass er die rote Ampel nicht gesehen hat, und noch weniger kann ich glauben, dass er zwei stehende Autos nicht gesehen hat. Ich für meinen Teil finde, er verdient seine Strafe. Er verliert zehn Plätze in der Startaufstellung, was es ihm in Frankreich zumindest nicht einfacher machen wird."#w1#

Sicherer Sieg durch die Lappen gegangen?

"Er weiß, dass die Ampel rot war. Unfälle passieren, aber nicht mit zwei stehenden Autos." Kimi Räikkönen

Deutliche Worte, wenn man bedenkt, dass der Ferrari-Pilot zunächst sehr gefasst auf den Zwischenfall reagiert hat. Ganz der "Iceman" zeigte er nach der Kollision im Gespräch mit Hamilton auf die rote Ampel, wurde aber nicht laut und akzeptierte scheinbar auch die Entschuldigung seines McLaren-Mercedes-Rivalen. Unabhängig davon ist er aber nach wie vor davon überzeugt, dass ihm wichtige Punkte durch die Lappen gegangen sind.

"Wir hätten das Rennen gewonnen oder wären Zweiter geworden", so Räikkönen. "Vor der Safety-Car-Phase fuhr ich die schnellste Runde, wir hatten einen tollen Boxenstopp und ich war vorne. Ich war bereit, gegen Kubica zu fighten, aber leider kam es dazu nie. Stattdessen kam Hamilton - und das Rennen war vorbei. Ich war nicht wütend, sondern enttäuscht, überrascht und frustriert zugleich. Er weiß, dass die Ampel rot war. Unfälle passieren, aber nicht mit zwei stehenden Autos."

Räikkönen ist in der Weltmeisterschaft durch die beiden Nullnummern binnen zwei Rennen vom ersten auf den vierten Platz zurückgefallen; aus sieben Punkten Vorsprung auf Felipe Massa wurden sieben Rückstand auf Kubica. Vor einem Jahr sah seine Situation nach sieben Grands Prix aber noch viel düsterer aus, denn damals hatte er zwar nur um drei Zähler weniger auf dem Konto als jetzt, aber ihm fehlten 26 Zähler auf Spitzenreiter Hamilton.

"Iceman" Räikkönen bleibt cool

"So viel haben wir nicht verloren. Wir sind Vierter in der Weltmeisterschaft." Kimi Räikkönen

"Jetzt sind sieben Rennen vorbei und wir hatten zwei schlechte Resultate hintereinander. Das konnte niemand vorhersehen", gab der 28-Jährige zu Protokoll. "Natürlich ist unsere Position jetzt nicht mehr so stark, aber das ist nicht das Ende der Welt für uns. So viel haben wir nicht verloren. Wir sind Vierter in der Weltmeisterschaft. Das ist die gleiche Position wie vor einem Jahr - und genau wie damals liegt noch eine lange Saison vor uns."

Froh ist Räikkönen darüber, dass nicht Hamilton, sondern Kubica in der Gesamtwertung voran liegt: "Es war gut, dass Kubica in Kanada gewonnen hat. Ich gratuliere ihm zur maximalen Punktzahl. Für uns war es besser, dass er die zehn Punkte bekommen hat und nicht unsere Hauptkonkurrenten, die jetzt drei Punkte vor mir liegen", so der Ferrari-Pilot, der Kubica und das BMW Sauber F1 Team offenbar nicht zu seinen Hauptkonkurrenten zählt.

Den Fehler, das BMW Sauber F1 Team zu unterschätzen, will er jedoch nicht machen: "BMW war immer da und hat immer Punkte gesammelt. Wenn bei uns etwas schief gegangen ist, konnten sie eine Führung aufbauen. Ich mache mir deswegen keine großen Sorgen, aber natürlich werden sie in der Weltmeisterschaft schwierig einzuholen sein, wenn sie weiterhin jedes Mal Punkte holen", sagte Räikkönen abschließend.

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