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  • 05.05.2012 · 12:34

  • von Dominik Sharaf

Räikkönen: "Ich hatte nie Zweifel"

Der finnische Ex-Weltmeister sieht Lotus seit Saisonbeginn im Formhoch und künftig öfter auf dem Podium - "Wollte in Bahrain gewinnen"

(Motorsport-Total.com) - 34 Punkte, Platz sieben in der Weltmeisterschaft und einen Pokal aus Bahrain im Schrank - das Comeback des Kimi Räikkönen ist schon nach vier Grands Prix erfolgreicher, als sich das mancher Skeptiker vorgestellt hätte. Für den Schweiger aus Espoo kommen die Erfolge auch nach drei Jahren Abstinenz in der Königsklasse nicht überraschend. "Ich hatte nie Zweifel an mir selbst", sagt Räikkönen und spricht dem Lotus ein Kompliment aus. "Es ist klar, dass wir ein gutes Auto haben. Früher oder später wäre das Podium fällig gewesen."

Kimi Räikkönen

Der "Iceman" bleibt auch cool, wenn es um ausbleibende Resultate geht

Dass es erst in Sakhir mit einem Platz unter den Top 3 geklappt hat, liegt laut dem Weltmeister aus dem Jahre 2007 nicht daran, dass der E20 zuvor nicht den Speed für diese Gefilde des Klassements gehabt hat. "Unser Auto war schon in den ersten drei Rennen auf diesem Stand, aber wir haben einige kleine Fehler gemacht und die waren teuer." Unter anderem kostete eine missglückte Strategie in China, als Räikkönen auf abgefahrene Reifen um den Kurs rutschte und zehn Plätze durchgereicht wurde, wichtige WM-Zähler.

Trotz des geplatzten Knotens in Sachen Podium: Ein Fahrer, der bereits 18 Mal den Zielstrich als Erster überquerte, will mehr. So auch Räikkönen: "Ich wäre sehr viel glücklicher, wenn wir einen Sieg eingefahren hätten", meint er und spielt auf den erfolglosen Angriff auf Spitzenreiter Sebastian Vettel an, den er am Ende der Start-Ziel-Geraden lancierte. "Ich habe die falsche Seite gewählt, um ihn zu überholen. Als ich es nicht geschafft hatte, wusste ich, dass die Messe gelesen ist." Und der zweite Platz ist für ihn eben nicht genug: "Natürlich wollte ich gewinnen, dann wäre ich mit mir selbst deutlich mehr im Reinen gewesen."

Geht es um die Lotus-Mannschaft, klingt Räikkönen glücklicher: "Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Resultat, dass sich das Team durch seine harte Arbeit verdient hat." Und ein Mal von einem Red Bull geschlagen worden zu sein, kann er wegstecken. Der 32-Jährige blickt nach vorne: "Wir waren bislang in jedem Rennen stark. Hoffentlich sind wir auf dem Podium Dauergäste."