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  • 21.08.2014 · 20:38

  • von Dieter Rencken & Dominik Sharaf

Räikkönen: "Es kann doch nur besser werden"

Der Ferrari-Pilot blickt wegen des Power-Nachteils wenig optimistisch auf Spa-Francorchamps - Trotzdem glaubt er, dass Überraschungen möglich sind

(Motorsport-Total.com) - In der Vergangenheit war mit Kimi Räikkönen auf der Fahrerstrecke Spa-Francorchamps immer zu rechnen. Drei seiner sechs jüngste Auftritte in Belgien krönte der Ferrari-Star mit einem Grand-Prix-Sieg, garniert mit einem weiteren Podium. Dass die Erfolgsserie am kommenden Wochenende ihre Fortsetzung findet, scheint angesichts der derzeitigen Form der Scuderia fast ausgeschlossen, obwohl die Italiener - damals noch ohne Räikkönen - erst 2013 in den Ardennen reichlich Auftrieb erhielten.

Kimi Räikkönen

Wenn Räikkönen nach oben blickt, kann er nur nach einer dicken Regenwolke suchen Zoom

Der Finne relativiert die Sache und bleibt bei seiner Prognose zurückhaltend: "Im vergangenen Jahr haben wir hier von KERS profitiert. Das ist jetzt eine ganz andere Geschichte und wir werden wohl wieder Schwierigkeiten haben", so Räikkönen. Seinem Boliden fehlt es an der nötigen Power für die Berg- und Talbahn. Das könnte sich beim Heimspiel in Monza in zwei Wochen wiederholen. "Beide Strecken sind auf dem Papier nicht die besten für uns", blickt Räikkönen auf zwei der schnellsten Kurse des Kalenders.

Dennoch hat der 34-Jährige Spa nicht gänzlich abgehakt, schließlich glückte schon Teamkollege Fernando Alonso dank der Wetterkapriolen in Budapest eine kleine Überraschung: "Ob wir hier gut sind, müssen wir aber erst noch abwarten", bremst Räikkönen den Pessimismus und hofft auf Besserung im Ferrari-Lager, wenn die abschließenden acht Rennen der Saison anstehen: "Alles in allem kann die zweite Hälfte doch nur besser werden. Wenn sie schlechter wird, dann wäre das schlimm."

Räikkönen hofft, diversen Problemen vom Saisonanfang - als ihn allen voran das elektronische Bremspedal plagte - nicht mehr so machtlos gegenüberzustehen wie noch vor einigen Monaten. Mit der "neuen" Formel 1 und ihrer Hybridtechnik hat er sich in der Zwischenzeit abgefunden : "Vielleicht sieht es am Kurvenausgang manchmal schwieriger aus. Die Autos sind nicht mehr so schnell wie früher", kommentiert Räikkönen das Handling. "Damals hat das Qualifying deshalb noch mehr Spaß gemacht. Aber die Regeln sind die Regeln, einfacher geworden ist es nicht."