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Promoter: Formel E keine Konkurrenz zur Formel 1

Alejandro Agag beteuert die großen Unterschiede zwischen der Königsklasse und seiner neuen Elektro-Rennserie und glaubt an das völlig neue Konzept

(Motorsport-Total.com) - Als vor drei Monaten die Einführung der Formel-E-Meisterschaft angekündigt wurde, gab es im Motorsportbereich ein gewaltiges Echo. Würde ein Elektromotor-Championat funktionieren? Würde die neue Form des Rennsports die Formel 1 ablösen oder gar ersetzen? Einer der größten Skeptiker der neuen Idee ist Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone. Angesprochen auf die Pläne der Formel E ließ er verlauten, dass Elektromotoren "höchstens in Haartrockner" gehören.

Betreut neben Barwa Addax in der GP2 jetzt auch die Formel E: Alejandro Agag

Doch Alejandro Agag, Geschäftsführer der Formel-E-Holding, ist der Überzeugung, dass das Konzept mit alternativen Energiequellen funktioniert: "Wir haben höchsten Respekt vor Bernies Meinung, aber dies ist eine neue Sache. Die Leute müssen es erst einmal sehen, bevor sie daran glauben können. Wir glauben schon jetzt daran. Es ist ein einzigartiges und völlig neues Konzept, und wir möchten uns mit niemandem vergleichen", erklärt er im Interview mit 'Motorsport-Total.com'.

Dass die Formel E in keiner Konkurrenz zur Königsklasse steht, betont Agag deutlich: "Wir fahren an unterschiedlichen Orten, benutzen unterschiedliche Autos und sprechen vermutlich auch unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche Sponsoren an. Also sind wir auch unterschiedlich. Wir haben auch unterschiedliche TV-Übertragungen. Einfach alles wird anders sein. Und so wollen wir uns auch präsentieren."

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone ist skeptisch über die Einführung der Elektro-Serie Zoom

Besonders bei den Sponsoren möchte der Spanier völlig neue Märkte erschließen. Sind es in der Formel 1 traditionell besonders Tabakkonzerne, Banken oder Getränkefirmen gewesen, die ihre Aufkleber auf den Boliden präsentierten, so visiert Agag für die Formel E in erster Linie Energiedienstleister an: "Bisher hatten sie niemanden, den sie hätten sponsern können. Nun haben sie uns."

"Lithium-Firmen kontaktieren uns beispielsweise. Und warum? Weil wir ihre einzige Option sind", erzählt Agag. Zudem kennt er einen weiteren Vorteil für potentielle Sponsoren: Während die Formel 1 Zuschauer meist zur Rennstrecke außerhalb der Stadt lockt, kommt die Rennstrecke bei der Formel E ganz einfach in die Stadt. "Es ist einfacher, in die Städte zu gelangen, wenn man keinen Lärm macht und keine Abgase produziert."

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