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Portimao: Neuer Asphalt für Formel-1-Premiere im Oktober

Die Rennstrecke an der Algarve wird für das Formel-1-Rennen im Oktober neu asphaltiert - Das stellt Pirelli vor eine große Herausforderung

(Motorsport-Total.com) - Portugal kehrt 2020 in den Formel-1-Rennkalender zurück und rüstet sich für das Comeback im Oktober. Der Algarve International Circuit wird im Sommer neu asphaltiert. Das sorgt nicht nur für eine neue Herausforderung für Fahrer und Teams, sondern auch für Reifenlieferant Pirelli.

Portimao

Portimao wird die Rennstrecke für die Formel-1-Premiere neu asphaltieren Zoom

Zuletzt fuhr die Formel 1 im Winter 2008/09 in Portimao, seither war nur Mercedes im April 2017 für einen Test im W06 mit George Russell und Nicholas Latifi zu Gast. Die unbekannte Strecke wird durch das neue Asphaltband zu einer noch größeren Herausforderung.

FIA-Rennleiter Michael Masi hat Mitte September eine Reise an die Algarve geplant, dann sollen die Asphaltierarbeiten bereits beendet sein. Pirelli-Formel-1-Chef Mario Isola erwartet eine schwierige Aufgabe. Denn: "Portimao ist von allen neuen Strecken jene mit dem größten Schwierigkeitsgrad."

Der Kurs strapaziere die Pneus einerseits aufgrund des Layouts besonders stark, andererseits aufgrund des besonders rauen Asphalts. "Sie werden die Strecke Ende August neu asphaltieren, sie planen eine komplette Neuasphaltierung der Strecke", weiß der Italiener.

"Das Ziel ist, dass der Asphalt dem aktuellen sehr ähnlich ist, aber wir wissen auch, dass ein neuer Asphalt immer anders ist als der alte." Denn: "Der Gehalt an Bitumen auf der Oberfläche des neuen Asphalts ist viel höher als bei einem älteren Asphalt."

Aus diesem Grund wird Pirelli die drei härtesten Reifenmischungen (C1, C2 und C3) in Portugal einsetzen. Gleichzeitig beschäftigt Isola noch eine andere Frage: "Aufgrund des neuen Asphalts werden wir ein viel höheres Gripniveau erreichen, gleichzeitig viel weniger Verschleiß."

Portimao

Zuletzt fuhr die Formel 1 2008/09 im Winter auf der Rennstrecke Zoom

Dadurch entsteht deutlich mehr Hitze in der Lauffläche des Reifens. "Das müssen die Teams während des Wochenendes im Auge behalten. Aber das können wir erst herausfinden, wenn wir dort fahren." Mehr Erfahrung hat der Reifenlieferant in Mugello und Imola dank Testfahrten mit Ferrari und AlphaTauri sammeln können.

"Mugello ist eine sehr anspruchsvolle Strecke, das wissen wir. Mitte September könnte es dort heiß sein, deshalb haben wir uns auch dort für die Reifenmischungen C1, C2 und C3 entschieden." Imola hingegen schont die Reifen ein wenig mehr. "Dort werden wir wohl mit C2, C3 und C4 fahren."

Beim dritten Italien-Rennen kommt außerdem hinzu, dass dort nur an zwei Tagen gefahren wird. "Die Teams werden also weniger Freie Trainings fahren, haben daher weniger Zeit für die Abstimmung des Autos. Das führt zu höherer Unberechenbarkeit, was gut für die Show sein könnte."

Den Ingenieuren bereiten diese Aussichten allerdings eher Kopfzerbrechen. Ebenso wie Pirelli das Rennen in Deutschland. Zuletzt fuhr die Formel 1 2013 in der V8-Ära auf dem Nürburgring. "Damals sind wir mit dem Medium und dem Soft dort gefahren, aber man kann die Situation mit heute nicht vergleichen, das waren andere Reifenmischungen, andere Autos."

Laut den Pirelli-Daten handelt es sich auch bei der Strecke in der Eifel um eine durchschnittlich anspruchsvolle für die Reifen. "Es könnte dort schon recht kalt sein, aber der C5 mag ein bisschen zu extrem sein. Daher werden wir wohl wieder auf C2, C3 und C4 setzen."

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